Geteilter Horizont

Die Zukunft der Ukraine | Wird der Kampf um die europäische Freiheit in der Ukraine entschieden?
328 Seiten, Taschenbuch
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Reihe edition suhrkamp
ISBN 9783518029916
Erscheinungsdatum 01.10.2025
Genre Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Verlag Suhrkamp
Herausgegeben von Katharina Raabe, Kateryna Mishchenko
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HerstellerangabenAnzeigen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44 | DE-10119 Berlin
info@suhrkamp.de
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Kurzbeschreibung des Verlags


Seit dem Frühjahr 2022 führt Russland seinen brutalen Krieg gegen die Ukraine. Trotz Unterstützung durch EU und NATO und deren Partner gelingt es nicht, ihn zu beenden. Moskaus Strategien, den Westen zu spalten, fallen auf fruchtbaren Boden. Längst steht fest, dass es sich nicht um einen regionalen Konflikt handelt. Der Krieg ist Teil einer Welt, deren Machtgefüge im Umbruch begriffen ist.



Für die Ukraine selbst – für ihre Städte, ihre Infrastruktur, ihre Natur und alles Leben – heißt jeder neue Tag Zerstörung, Kampf und Erschöpfung. Wie arbeitet man unter Bedingungen des Zermürbungskrieges – als Lehrerin, als Drohnenoperateur, als Therapeut? Welche Strategien entwickeln die Ukrainerinnen, die Ukrainer, um gegen Müdigkeit und Verzweiflung anzukämpfen? Was bedeutet ihre Erfahrung für unsere gemeinsame Zukunft? Und was muss geschehen, damit der Krieg endet?


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ISBN 9783518029916
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FALTER-Rezension

Anteil nehmen am Leid der anderen

Thomas Wolkinger in FALTER 10/2026 vom 04.03.2026 (S. 16)

Ob sich überhaupt etwas Neues über die Ukraine erzählen lasse, fragen die Herausgeberinnen des Essay-Bandes "Geteilter Horizont". Man kann das als rhetorische Frage zweier Expertinnen lesen, die mehrfach unter Beweis gestellt haben, dass sie genau das sehr gut können. Für Katharina Raabe, Osteuropa-Lektorin bei Suhrkamp, ist es bereits das vierte Ukraine-Buch, das sie für den Verlag betreut, diesmal wieder mit Mitherausgeberin Kateryna Mishchenko. Hinter der Frage steht die Sorge, das Land, die Welt seien kriegsmüde. "Die Gegenwart der Ukraine ist zäh und breit geworden", schreiben die beiden im Nachwort.
"Euromaidan" erschien im Frühjahr 2014. Der zweite Band (2015) war der Eskalation in der Ostukraine gewidmet, der dritte der russischen Invasion 2022.

Trauer und Erschöpfung ziehen sich durch viele der 16 Originalbeiträge. Aber auch bitterer Zorn. Wer ähnlich viel erlitten hat wie der Journalist Stanislaw Assejew, dem mag man nachsehen, wenn er in der Textarbeit nur noch wenig Sinn erkennt. Mit der russischen Invasion sei das "Paradigma der kommunikativen Vernunft" an ein Ende gekommen, schreibt er. Assejew überlebte mehr als zwei Jahre im russischen Foltergefängnis Izolyatsia und meldete sich später freiwillig zur Armee. Er habe erkannt, dass man nun das "Notizbuch mit den Exzerpten zuklappen und zum Maschinengewehr greifen" müsse.

Hoffnung ist wenig in diesem Buch. Warum man es dennoch unbedingt lesen sollte? Weil die Autoren die furchtbare "Normalität" des Krieges zugleich so aktuell wie zeitlos fassen, wie Journalismus das selten zuwege bringt. Und weil, wie der Lemberger Psychoanalytiker Jurko Prochasko schreibt, dieser Krieg ein "totaler" ist. Einer, der in alle Winkel der Psyche, sogar in den Schlaf eindringt. In diesen Zeiten bleibe es das Wichtigste, Anteil zu nehmen. Das gilt wohl auch für die Beobachter im Westen: "Was uns bleibt, ist nicht viel: das Bewusstsein zu stärken für das erlittene eigene und für das Leid der anderen."

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