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| Reihe | Bibliothek Suhrkamp |
|---|---|
| ISBN | 9783518225172 |
| Erscheinungsdatum | 19.08.2020 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Suhrkamp |
| Übersetzung | Sonja Finck |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Suhrkamp Verlag GmbH Torstr. 44 | DE-10119 Berlin info@suhrkamp.de |
Nobelpreis für Literatur 2022
Juni 1952, die kleine Annie ist 12 Jahre alt. Eines Sonntagnachmittags geschieht etwas Entsetzliches – ohnmächtig muss sie miterleben, wie der Vater die Mutter umzubringen versucht. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Vater, und Annie versucht, den Eklat zu vergessen. Bis sie, nahezu ein halbes Jahrhundert später, auf ein altes Foto stößt, das eine Flut von Erinnerungen auslöst. Aber was genau ist damals geschehen? Und wie ist es dazu gekommen?
Je tiefer Annie in dieses entscheidende Jahr eintaucht, umso deutlicher wird ihr die Spannung, in der die Eltern lebten, zwischen dem Wunsch nach sozialem Aufstieg und dem demütigenden Rückfall in die alten Verhältnisse. Und auch Annies Zerrissenheit gewinnt an Kontur, ihr immer wieder schmerzhaftes Bemühen, dem Einfluss einer religiösen Erziehung zu entrinnen und der bohrenden Sehnsucht nach Aufbruch und einem besseren Leben zu folgen.
Scham ist das beharrliche Gefühl der eigenen Unwürdigkeit. Annie Ernaux seziert es an sich selbst, indem sie weit zurückschwingt in eine eigentlich unfassbare Episode ihrer Kindheit und in eine Vergangenheit, die nicht vergehen will.
| Reihe | Bibliothek Suhrkamp |
|---|---|
| ISBN | 9783518225172 |
| Erscheinungsdatum | 19.08.2020 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Suhrkamp |
| Übersetzung | Sonja Finck |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Suhrkamp Verlag GmbH Torstr. 44 | DE-10119 Berlin info@suhrkamp.de |

Klaus Nüchtern in FALTER 49/2020 vom 02.12.2020 (S. 34)
„An einem Junisonntag am frühen Nachmittag wollte mein Vater meine Mutter umbringen.“ Ein starker erster Satz, der Erwartungen weckt, die systematisch unerfüllt bleiben. Erst nach 20 Seiten prätentiös-pathetischer Metareflexion rafft sich die Autorin dazu auf, das zwölfjährige Mädchen, das sie 1952 war, zu rekonstruieren, denn: „Es gibt keine wirkliche Erinnerung an sich selbst.“
Als „Ethnologin meiner selbst“ macht sich Ernaux daran, die soziale Topografie der Kleinstadt zu erstellen, in der sie aufwächst. Die Eltern betreiben ein Geschäft und ein Lokal, nichts zu verschwenden und nicht unangenehm aufzufallen ist oberste Lebensmaxime. Die kleinbürgerliche Disziplin wird durch sado-katholische Schulerziehung verstärkt. Im Original bereits 1997 erschienen, erinnert „Die Scham“ im Ansatz mitunter an Handkes „Wunschloses Unglück“ (1972), ist vor jargonesk verbrämten Banalitäten allerdings nicht gefeit.

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