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| Reihe | Bibliothek Suhrkamp |
|---|---|
| ISBN | 9783518225646 |
| Erscheinungsdatum | 16.04.2025 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Suhrkamp |
| Übersetzung | Sonja Finck |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Suhrkamp Verlag GmbH Torstr. 44 | DE-10119 Berlin info@suhrkamp.de |
Annie Ernaux erzählt von ihrer Mutter und dem aussichtslosen Kampf gegen die Alzheimer-Erkrankung, von einer großen Liebe und der Zerstörungskraft des Vergessens. Und sie verewigt so, im Moment ihres Verschwindens, den Menschen, der ihr das Leben geschenkt hat.
Die Mutter verliert das Gedächtnis – mehr und mehr scheinen ihr die Familie, die Welt, das Leben abhandenzukommen. Annie Ernaux hält die Gespräche mit ihr fest, schreibt sie auf, intuitiv, aus der existenziellen Angst vor dem Verlust, wie gejagt von der Gewalt des Verfalls und der Erinnerungswucht an diese Kranke, die noch immer ihre Mutter ist. Mehr als ein Jahrzehnt bleiben diese Aufzeichnungen in der Schublade.
Und doch entschließt sich Ernaux später, diese Seiten zu veröffentlichen, weil es nicht nur
ein
Bild ihrer Mutter geben soll: sondern die Vielheit der Wahrheiten. So wird die Chronik eines langsamen Abschieds und einer schrecklichen Zerstörung lesbar – aber auch die Pionierleistung Annie Ernaux`, die schmerzhafte Suche nach der Sprache für eine Krankheit, die damals noch kaum beschrieben war.
| Reihe | Bibliothek Suhrkamp |
|---|---|
| ISBN | 9783518225646 |
| Erscheinungsdatum | 16.04.2025 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Suhrkamp |
| Übersetzung | Sonja Finck |
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Kirstin Breitenfellner in FALTER 29/2025 vom 16.07.2025 (S. 28)
Der Tod der Mutter steht am Anfang von Annie Ernaux' 1987 verfasstem, tief beeindruckendem Erinnerungsbuch "Eine Frau". Das Tagebuch des drei Jahre dauernden Verfalls ihrer Mutter jedoch konnte sie zu diesem Zeitpunkt nicht einmal selbst lesen. Es erschien als Chronik eines langsamen Abschieds 1996 erstmals auf Französisch und mit beinahe 30 Jahren Verspätung als "Ich komme nicht aus der Dunkelheit raus" nun auf Deutsch.
Ernaux schreibt dicht an der Realität, lapidar, ohne Umschweife, eindringlich. Sie erlebt die Mutter, die an Alzheimer leidet und nach der Diagnose im Pflegeheim lebt, als eine Art Doppelgängerin. Und sie erscheint ihr zunehmend als eine Fremde: "Sie ist meine Mutter und sie ist es nicht mehr." Liebe und Gleichgültigkeit, Weinen und Schuldgefühle wechseln sich ab.

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