Strukturwandel der Öffentlichkeit
Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft

von Jürgen Habermas

€ 18,50
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Verlag: Suhrkamp
Format: Taschenbuch
Genre: Politikwissenschaft/Politische Theorien, Ideengeschichte
Umfang: 391 Seiten
Erscheinungsdatum: 06.11.1990

Rezension aus FALTER 28/2011

Demokratische Geheimpolitik

Während in Österreich Internetaktivisten für mehr Transparenz kämpfen (siehe Seite 21), hat Jürgen Habermas bereits 1961 beschrieben, dass in den Institutionen unseres modernen Staats noch immer der Geist undemokratischer Geheimpolitik herrscht. Mit "Strukturwandel der Öffentlichkeit" hat der Autor den Durchbruch zu den ganz großen Denkern der Gegenwart geschafft, was auch der Grund ist, warum das Buch viele Regale ziert, aber nur wenig gelesen wird.
Die Grundbotschaft des Werkes ist eingängig: Das Prinzip einer frei zugänglichen Öffentlichkeit, in der die Kraft des besseren Arguments zählen würde, funktioniert nicht mehr in unserer liberalen Massendemokratie. Einst musste der Zutritt zur Öffentlichkeit von den Bürgern gegen die Geheimpolitik der Monarchen durchgesetzt werden, heute müsste er erneut erkämpft werden, gegen Konzerne, Parteien und Behörden, die im Hinterzimmer künstlich Stimmungen mithilfe von PR-Strategen kreieren.

Wolfgang Zwander in FALTER 28/2011 vom 15.07.2011 (S. 24)


Rezension aus FALTER 14/2009

Wandel und Öffentlich-Rechtlicher

Wenn ORF-General Alexander Wrabetz von einem "Strukturwandel" spricht, drängt sich der "Strukturwandel der Öffentlichkeit" von Jürgen Habermas (1962) auf. Zunächst zeichnet Habermas die Metamorphose der Öffentlichkeit von ihrer repräsentativen hin zu ihrer bürgerlichen Form nach, beschreibt dann ihren Niedergang durch die Vermischung von privater und staatlicher Sphäre, um schließlich die Verkümmerung der kritischen Öffentlichkeit zu Public Relation zu skizzieren. Die nicht unkomplizierte Lektüre schafft Verständnis für Öffentlichkeit zwischen Feudalismus und (Post-)Moderne – und lässt darüber hinaus die Zwickmühle zwischen Politischem und Privatem, in der der ORF steckt, begreifen.

Stefan Apfl in FALTER 14/2009 vom 03.04.2009 (S. 16)


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