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| ISBN | 9783518425824 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 15.06.2017 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Suhrkamp |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Suhrkamp Verlag GmbH Torstr. 44 | DE-10119 Berlin info@suhrkamp.de |
Ist es möglich, einen Berg zu denken, zu dem das Tal fehlt? Wenn man sich Gott und die Welt vorstellen kann, kann man sich z. B. nicht Gott
ohne
die Welt vorstellen: Was einem vorschwebt, von A bis Z, erscheint oft realer als das, was vor Augen bloß irritiert.
Einmal waren Berge Berge, die Täler waren Täler. Nachdem es mehr Dinge zwischen Grund und Grat gibt, als wir träumen können, sind Berge weder Berge noch Abgründe Abgründe: Was einem blüht, mag zugleich auch blühendes Tal sein. In aller Stille rufen Laute einander auf und zu, kaum wahrnehmbar noch, tief von innen und unten. Nachtwach, in Sprache, schwellen die Intervalle an, stets fügt sich eine zweite Stimme zur ersten, dann noch eine, und dann noch und noch: wie ein Echo das Offene durch Wiederholung der Beschränkung auskostet, aber auf immer weniger Wirklichkeit trifft.
In Oswald Eggers
Val di Non
wird man fabelhaft wandern oder einfach nur spazieren gehen. Ein Buch, reich bebildert und illustriert mit zig Einstiegen und auch Verstiegenheiten, mit stillen Verstolperungen hinein in eine unfassbare Fundlandschaft aus Wunderbarem: Wie das wohl sein wird – gelebt zu haben, ohne gewesen zu sein.
| ISBN | 9783518425824 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 15.06.2017 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Suhrkamp |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Suhrkamp Verlag GmbH Torstr. 44 | DE-10119 Berlin info@suhrkamp.de |

Lydia Haider in FALTER 38/2017 vom 20.09.2017 (S. 34)
Ein Tal im Südtiroler Trentino – das Val di Non (deutsch: Nonstal) – wird in seiner Gesamtheit zwischen zwei Buchdeckel gepresst, Mikro- und Makrokosmos aufgesogen und in Sprache und Bild übersetzt. Das Buch besteht aus Skizzen wie aus alten Lehrbüchern, diesen gegenübergestellten Gedichten sowie Textblöcken in formal strengem Aufbau. Klang und Rhythmus dominieren gegenüber dem Inhalt.
Doch natürlich geht es auch um etwas: um Natur. Der gerichtete Blick eines Forschers, eines Gesteinskundlers oder Biologen, aber mit unglaublicher Ausdrucksweise, macht das „Kleine“ auf und vergrößert es. Der Autor grenzt sich dabei gegenüber dem biedermeierlichen Blick wie auch von jeder Heimattümelei ab. Er tut es in einer ganz eigenen Sprache, sodass sich oft die Frage stellt: Gibt es diese Wörter überhaupt? Egal, das Wie rangiert hier vor dem Was. „Val di Non“ ist ein Fluss aus Rhythmus und vielschichtigem Tönen.

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