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| ISBN | 9783518586990 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 15.11.2017 |
| Genre | Philosophie/20., 21. Jahrhundert |
| Verlag | Suhrkamp |
| Übersetzung | Andrea Hemminger |
| Lieferzeit | Lieferbar in 14 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Suhrkamp Verlag GmbH Torstr. 44 | DE-10119 Berlin info@suhrkamp.de |
Michel Foucault hat seiner Vorlesung am Collège de France aus den Jahren 1971 und 1972 den Titel
Theorien und Institutionen der Strafe
gegeben. In ihr widmet er sich zum ersten Mal Fragen der Macht und der Strafe,
den Praktiken und Institutionen der Disziplinierung, die für ihn dann zu einem zentralen Signum der modernen Gesellschaft werden und
ihn bis zu seinem großen Werk
Überwachen und Strafen
(1975) und darüber hinaus beschäftigen.
Den Anfang machen Untersuchungen zum mittelalterlichen Recht, zu Buße und Marter sowie zu den Bauernaufständen der Nu-Pieds in Frankreich im 17. Jahrhundert, auf die der gerade in Entstehung begriffene moderne französische Staat unter Richelieu mit seinen neuen Techniken der Erfassung, Einschließung und Disziplinierung reagiert. Foucault entdeckt hier einen historischen Schlüsselmoment in der Entwicklung des Staates der modernen Disziplinargesellschaft, einen Bruch mit der rechtlich-politischen Ordnung der mittelalterlichen Welt, den er in diesen Vorlesungen akribisch am Quellenmaterial herausarbeitet.
| ISBN | 9783518586990 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 15.11.2017 |
| Genre | Philosophie/20., 21. Jahrhundert |
| Verlag | Suhrkamp |
| Übersetzung | Andrea Hemminger |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Suhrkamp Verlag GmbH Torstr. 44 | DE-10119 Berlin info@suhrkamp.de |

Florian Baranyi in FALTER 17/2018 vom 25.04.2018 (S. 36)
Mit „Theorien und Institutionen der Strafe“ schließt der Suhrkamp Verlag die deutschsprachige Edition der Vorlesungen ab, die Michel Foucault am Collège de France zwischen 1970 und 1984 hielt. Darin entwickelt er anhand einer Analyse der Bauernaufstände der „Barfüßigen“ in der Normandie 1639 die These vom Umschlag des Strafsystems des Mittelalters in einen modernen, repressiven Staatsapparat.
Man kann die Vorlesungen als Vorarbeit zu Foucaults großer Deutung der Disziplinargesellschaft in „Überwachen und Strafen“ (1975) lesen, andererseits gibt der Band einen ungewöhnlich intimen Einblick in die Arbeitsweise des obersten Diskursanalytikers. Der Text besteht ausschließlich aus den teils stichwortartigen Manuskripten. Wem das zu sperrig ist, der darf gespannt auf die Übersetzung von Foucaults letztem großem Buch „Die Geständnisse des Fleisches“ warten, das im Februar in Frankreich erschienen ist.

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