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| ISBN | 9783518587249 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 11.09.2018 |
| Genre | Philosophie/20., 21. Jahrhundert |
| Verlag | Suhrkamp |
| Übersetzung | Ulrich Kunzmann |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Suhrkamp Verlag GmbH Torstr. 44 | DE-10119 Berlin info@suhrkamp.de |
»Wir« zu sagen, ein »Wir« zu bilden ist die politische Handlung par excellence. Wie aber konstituiert sich ein politisches Subjekt? Wie funktioniert diese Identitätsbildung? Und wie hat sie sich historisch in den letzten zwei Jahrhunderten entwickelt? Das sind die Fragen, denen Tristan Garcia in seinem neuen hochaktuellen Buch nachgeht. Eine fulminante Analyse der Identitätspolitik.
Der »Kampf der Kulturen«, die Debatte um »den« Islam, um Geflüchtete, Rassismus, Feminismus oder »politisch korrekte« Sprache, um die Rechte der Tiere – immer geht es darum, im Namen eines »Wir« zu sprechen, sich abzugrenzen oder zu inkludieren, sich zu mobilisieren und zu organisieren. Die Intensität dieser Wir-Bildungen nimmt wieder enorm zu. Garcia tritt einen Schritt zurück und entwirft ein allgemeines Modell, das anhand von Mechanismen der Konturierung, Überlappung und Priorisierung zeigt, wie solche Wir-Identitäten gebildet werden. Und er erzählt die Geschichte ihrer Dynamik, ihrer Kontraktionen und Extensionen: eine Geschichte von Herrschaft und Widerstand.
| ISBN | 9783518587249 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 11.09.2018 |
| Genre | Philosophie/20., 21. Jahrhundert |
| Verlag | Suhrkamp |
| Übersetzung | Ulrich Kunzmann |
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Andreas Kremla in FALTER 37/2019 vom 11.09.2019 (S. 39)
Jedes Ich gehört zu vielen Wirs. Wir Menschen, wir Männer, wir Weiße, wir Österreicher, wir Buchrezensenten, wir können uns mit kreisrunden Wir-Identitäten wie beim Kekse-Ausstechen immer weiter definieren, bis ein unverwechselbares Individuum übrig bleibt. Mit kühler Analyse versach-
licht Tristan Garcia viel der Ver-Wirung, die zuletzt an emotionaler Fahrt aufgenommen hat: von religiösen „Verheißungen“ bis zu den harten Gruppenidentitäten von Rassisten.
Geschult in logischem Denken und klarem Ausdruck zerlegt der Philosoph und Romanautor die Identitätsbildung in ihre Grundbestandteile, setzt sie neu zusammen und überlässt dem Leser ein rationaleres Konstrukt, das ihn weiter begleiten soll. Auf einer abstrakten Ebene funktioniert das wunderbar. Wie vieles, das französische Philosophen seit Derrida und Lacan gedacht haben, ist die reine Erkenntnis aber nicht leicht in den Alltag zu integrieren.

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