Im Bannkreis der Freiheit

Religionstheorie nach Hegel und Nietzsche
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Kurzbeschreibung des Verlags:


Wie verhalten sich die Geschichte der Religion und die Geschichte der politischen Freiheit zueinander? Breit und unübersichtlich ist die Vielfalt der Auffassungen, die es dazu in der Philosophie, den Wissenschaften und der Öffentlichkeit gibt. Aber noch immer ist die grandiose Synthese, in der Hegel Christentum und politische Freiheit zusammengeführt hat, für viele von enormer Orientierungskraft – trotz oder gerade wegen der einflussreichen Provokationen Friedrich Nietzsches.
Jedoch hat sich im Religionsdenken des 20. Jahrhunderts eine andere Sichtweise entwickelt, wie Hans Joas in seinem neuen Buch zeigt. Sie beruht auf einer Konzeption von Geschichte, die zukunftsoffener, und einem Begriff von Freiheit, der reicher ist als bei Hegel. Anhand von sechzehn ausgewählten Denkern arbeitet Joas dieses neue Verständnis von Religion und Freiheit heraus, das weder intellektualistisch verkürzt noch eurozentrisch verengt ist. Daraus ergibt sich ein entschiedenes Plädoyer für eine Globalgeschichte des moralischen Universalismus.

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FALTER-Rezension

Das 19. Jahrhundert war, wie Jürgen Osterhammel im Monumentalwerk „Die Verwandlung der Welt“ darlegt, das Zeitalter einer sich steigernden Selbstreflexion. Exemplarisch etwa der Diskurs über die Rolle der Religion, die im Alltag der Menschen fundamental für Sinnbildung war und damit auch im Zentrum aller geistigen Kultur stand. Noch bei Feuerbach und Hegel hatte gegolten, Religion könne nur philosophisch gerechtfertigt werden, mit der Wende zum 20. Jahrhundert öffneten sich Wege zu einer differenzierteren Sicht auf das Verhältnis von Wissen und Glauben.

Von dieser bedeutenden wissenschaftshistorischen Wende und ihren Wurzeln handelt das jüngste Buch des Sozialphilosophen und Religionssoziologen Hans Joas (Jg. 1948), der an der Uni Regensburg lehrt. Eine anspruchsvolle, aber wichtige Lektüre, wenn es um das Verständnis von Religion und Freiheit geht – in Europa und darüber hinaus.

André Behr in Falter 20/2021 vom 21.05.2021 (S. 32)

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Produktdetails
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ISBN 9783518587584
Erscheinungsdatum 14.12.2020
Umfang 668 Seiten
Genre Philosophie/Deutscher Idealismus, 19. Jahrhundert
Format Hardcover
Verlag Suhrkamp
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