
Täler, wimmelnd vor wunderlichen Wesen
Gerlinde Pölsler in FALTER 12/2026 vom 18.03.2026 (S. 22)
Als die Katze Nim das Menschenmädchen Bea aufweckt, ahnt dieses noch nicht, dass sein Leben sich an diesem Tag für immer verändern wird. Noch ist Bea bei ihrem Großvater, dem weisen Zauber-Eber (Bea ist adopiert). Er ist der Hüter der „Ewigen Flamme“ und sorgt für das Gleichgewicht auf dem Planeten Irpa, der ins Dunkel zu kippen droht. Dann schickt er Bea los, damit sie Hibberbeeren, Wurzelschwamm und Salbeimoos für ein Elixier besorgt. Doch im Wald passiert ihr ein Missgeschick, der froschartige Cad aus dem Volk der Galdurier rettet sie, und dann muss sie feststellen, dass ihr Opa weg ist: Nur eine rätselhafte Notiz hat er hinterlassen. Also brechen Bea, Nim und der Galdurier Cad auf, um ihn zu suchen.
Die epische Graphic-Novel-Serie aus den USA ist preisgekrönt und wurde in 18 Sprachen übersetzt. Mit „Lightfall – Das verlorene Licht“ erscheint nun der erste von drei Bänden auf Deutsch. In weiten Landschaften tummeln sich die seltsamsten Kreaturen. „Kehrt um!“, rufen Totenschädel, und der Sitzende König sitzt gar nicht. Immer wieder kommt es zu Kampfszenen, etwa wenn Echsen das Trio an den Grillspieß binden. All das ist viel für die ängstliche Bea, doch Cad reißt sie durch Gleichmut, den festen Willen, den Großvater zu finden, und seinen Humor mit. „Deine Kieme?“, fragt Bea den wieder mal Ramponierten. Ach, winkt der ab: „Die wächst nach. Glaub ich.“ Großes Kino zwischen Buchdeckeln!Gerlinde Pölsler
Wenn schon der Opa als Kind mit Agathe gespielt hat ...


