Die klinische Wertigkeit biochemischer Faktoren beim Polytrauma

180 Seiten, Taschenbuch
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Reihe Hefte zur Zeitschrift "Der Unfallchirurg"
Themen Medizin Chirurgie Allgemeine Chirurgie
ISBN 9783540538264
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 30.07.1991
Größe 242 x 170 mm
Verlag Springer
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Kurzbeschreibung des Verlags

Nachdem Anfang der 70er Jahre beim Poly trauma die "sofortige Rundumversorgung" ver­ mehrt zu Fehlschliigen mit schweren Formen sekundiiren Organversagens und Versterbens gefiihrt hatte, setzte sich in der Folgezeit zunehmend ein abgestuftes Behandlungsvorgehen durch, was sich in unserem erstmals 1978 veroffentlichten diagnostischen und therapeuti­ schen Stufenplan ausdriickte. Umstritten blieb jedoch weiterhin der Versorgungszeitpunkt von stammnahen Frakturen, wobei insbesondere im angloamerikanischen Schrifttum wei­ terhin die Friihversorgung insbesondere der Femurfraktur propagiert wird. Trotz der Fortschritte in der Notfallmedizin, der Intensivmedizin und der operativen Behandlungsmoglichkeiten ist die Letalitiitsrate Polytraumatisierter mit 15-25 % weiterhin hoch. Das liegt jedoch groBteils daran, daB durch eine schnellere und verbesserte priiklini­ sche Versorgung immer schwerer Verletzte lebend die Klinik erreichen. Damit wachsen die Anforderungen an das klinische Management. Urn diesen Anforderungen gerecht werden zu konnen, ist heute neben der klinischen Erfahrung das Verstiindnis der pathophysiologi­ schen und pathobiochemischen Vorgange des traumatisch-hiimorrhagischen Schockgesche­ hens erforderlich. Bereits in den 70er Jahren konnte durch histomorphologische Untersuchungen aufgezeigt werden, daB die sekundiiren Organschiiden nach Trauma Folge des primiiren traumatisch­ hiimorrhagischen Schockgeschehens sind. Erste Friihveranderungen an der ZeHmembran konnten bereits wenige Stunden nach dem Trauma nachgewiesen werden. In der Folgezeit beschrieben eine Vielzahl von Autoren die dabei ablaufenden Mechanismen der Aktivie­ rung aHer humoralen proteolytischen Kaskadensysteme sowie der Freisetzung lysosomaler Proteasen aus stimulierten Entziindungszellen.

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