Mio und die Unsterblichkeit

Roman
144 Seiten, Hardcover
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch
ISBN 9783552076457
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 10.10.2026
Größe 20.8 x 13 cm
Verlag Zsolnay, Paul
Sammlung Unsere Bestseller Literatur aus Österreich Besser lesen mit dem FALTER - Die Bücher zum Podcast Folge 151-
LieferzeitLieferung in 2-5 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Vilshofener Straße 10 | DE-81679 München
info@hanser.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

Der neue Roman von Paulus Hochgatterer über Verlust, Vergänglichkeit und Unsterblichkeit. »Es ist die Kraft des Nichtgesagten, die sein Schreiben auszeichnet.« Christine Westermann, WDR5 Ingemar ist sechzehn und denkt gerne nach. Über Wörter, über Gerechtigkeit, über die Menschen. Darüber, wie Entscheidungen fallen, und darüber, warum die Dinge so geworden sind, wie sie sind. Als eines Tages Mio, eine junge schwarze Katze, in Ingemars Familie kommt, scheint plötzlich alles aus dem Ruder zu laufen. Mio frisst nicht, was sie fressen soll, hat einen dunklen Fleck im Auge, klettert auf Bäume und jagt Vögeln hinterher. Ingemars Eltern machen sich Sorgen, und in ihm selbst wächst die Vermutung, dass an der Rede von den sieben Leben einer Katze doch etwas Wahres sein könnte … Paulus Hochgatterers lang erwartetes neues Buch handelt von Verlust und Vergänglichkeit, vom Vergehen der Einsamkeit und davon, wie wunderbar es sein kann, jemand Unsterblichen an seiner Seite zu haben.

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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch
ISBN 9783552076457
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 10.10.2026
Größe 20.8 x 13 cm
Verlag Zsolnay, Paul
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FALTER-Rezension

Ingemar Stenmark und die Dummheit der Menschen

in FALTER 35/2026 vom 26.08.2026 (S. 25)

Ingemar ist kein gewöhnlicher Jugendlicher. Nicht genug, dass seine Eltern ihn nach dem schwedischen Ski-Ass Ingemar Stenmark benannt haben, führt er gern tiefgründige Gespräche mit einem 94-jährigen Mann und bezieht den Rest seiner Weisheiten aus dem Werk des 2014 verstorbenen US-Folksängers Pete Seeger, einer Sixties-Ikone, die ihre Musik mit politischer Aufklärung verband.

Zu seinen Lieblingsliedern zählt "Little Boxes", weil es "die Dummheit der gesamten Menschheit in nicht einmal zwei Minuten" auf den Punkt bringe.

Der Protagonist und Ich-Erzähler von Paulus Hochgatterers Roman leidet an der seltenen, unheilbaren Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA), die sich in fortschreitendem Muskelschwund ausdrückt. Körperlich ist Ingemar ziemlich gehandicapt. Umso lieber und intensiver denkt er. Dabei hat er -schließlich ist seine Lebenserwartung ungewiss -wenig Zeit, sich mit Nebensächlichkeiten und Oberflächlichkeiten aufzuhalten.

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Der 16-jährige Ingemar zerbricht sich den Kopf nicht über Handys oder Mädchen (okay, Letztere beschäftigen ihn ab und zu schon, er ist ja auch nur ein 16-Jähriger), sondern möchte zum Kern der Existenz vordringen.

Hochgatterer erweist sich in diesem beinahe skizzenhaft komprimierten Roman als ein Meister der Lakonik. Nichts an der von ihm verwendeten Sprache wirkt forciert. Sein Blick auf den Protagonisten Ingemar und das zum Teil recht skurrile Personal um ihn ist ein nüchterner, aber in einigen Szenen blitzt auch immer wieder Empathie auf. In pointierten Darstellungen und auch einmal mit einem Dreh ins Absurde erzählt der Wiener Schriftsteller von grundlegenden Fragen des Lebens und Sterbens, von Beziehungen, Selbst-und Fremdbestimmung.

Eine langsame Lektüre empfiehlt sich, denn vieles findet sich zwischen den Zeilen!

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Über den Autor

Paulus Hochgatterer, 1961 im niederösterreichischen Amstetten geboren, ist Schriftsteller und Kinderpsychiater aus Wien. Er studierte Medizin und Psychologie in Wien und absolvierte nach seiner Promotion eine Facharztausbildung für Psychiatrie und Neurologie. Als Schriftsteller verfasst Hochgatterer vor allem Erzählungen und Romane, darunter "Über die Chirurgie", "Wildwasser", "Über Raben" und "Eine kurze Geschichte vom Fliegenfischen". Mit dem Krimi um das Duo aus Psychiater Raffael Horn und Kommissar Ludwig Kovacs mit dem Titel "Die Süße des Lebens" erzielte er den Durchbruch im deutschsprachigen Raum. Das Buch wurde außerdem mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. In "Das Matratzenhaus" und "Fliege fort, fliege fort" holt Hochgatterer das Bestseller-Duo für zwei neue Fälle zurück.

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