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| Themen | Geschichte und Archäologie Geschichte Theorie und Methoden Geschichtsschreibung, Historiographie |
|---|---|
| ISBN | 9783608983531 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 17.04.2021 |
| Größe | 21 x 13.5 cm |
| Verlag | Klett-Cotta |
| Übersetzung | Maria Zettner |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH Rotebühlstraße 77 | DE-70178 Stuttgart produktsicherheit@klett-cotta.de |
»Drei Jahrtausende Weltgeschichte in Briefen - auf wenigen Seiten extrem spannend und packend dargeboten.« Ysenda Maxtone Graham, The Times In seiner spannenden, unterhaltsamen und informativen Sammlung von Briefen führt uns Simon Sebag Montefiore durch Jahrtausende der Menschheitsgeschichte. Er lässt die großen Persönlichkeiten in Kultur und Politik, aber auch die ›einfachen Menschen‹ in ihren glanzvollen und dunklen Stunden gegenwärtig werden: eine einzigartige, kurzweilig zu lesende Weltgeschichte in Briefen von der Antike bis in die unmittelbare Gegenwart. Geschichte und Leben: Hier verbinden sie sich zu der intimsten aller literarischen Ausdrucksformen, zum Brief als Selbstzeugnis historischer Figuren, die die Geschichte der Menschheit beeinflussten. In den elegant und klug vom Autor eingeleiteten Briefen von geschichtlichen Akteuren und auch unbekannten Zeitgenossen spiegeln sich die Ereignisse der großen Geschichte und des privaten Lebens. Der Bogen dieser Anthologie ist weit gespannt: Sie gewährt Einblicke in faszinierende Lebensgeschichten, ob nun mit den Augen eines Genies (Michelangelo), eines Ungeheuers (Stalin) oder Durchschnittsmenschen – es sind Briefe aus den unterschiedlichsten Kulturen und Traditionen vieler Länder und Epochen. Ihre Themen kreisen um Kämpfe um Rechte (Mandela) und Befehle zu unsagbaren Verbrechen (Mao). Doch auch die großen Liebesbriefe (Katharina die Große, Anais Nin) und Abschiedsbriefe (Hadrian, Churchill, Lucrezia Borgia) sowie die Machtbekundungen von Kaiserinnen, Schauspielerinnen, Komponisten und Dichtern fehlen nicht. Ein hinreißendes Lesebuch, das uns bereichert, indem es uns tiefe zeitlose Einblicke in das Menschlich-Allzumenschliche gewährt, vor allem auch eine Ermutigung an uns alle, inspiriert von der Lektüre dieser Briefe, selber einmal wieder zur Feder zu greifen.
| Themen | Geschichte und Archäologie Geschichte Theorie und Methoden Geschichtsschreibung, Historiographie |
|---|---|
| ISBN | 9783608983531 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 17.04.2021 |
| Größe | 21 x 13.5 cm |
| Verlag | Klett-Cotta |
| Übersetzung | Maria Zettner |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH Rotebühlstraße 77 | DE-70178 Stuttgart produktsicherheit@klett-cotta.de |
Juliane Fischer in FALTER 33/2021 vom 18.08.2021 (S. 30)
Der Brief ist die intimste schriftliche Ausdrucksform. Das stand zumindest außer Zweifel in Zeiten, als Kanzler noch keine Kuss-Emojis auf Whatsapp empfangen konnten. „Ich küsse Dich“, schreibt Napoleon am 3. Dezember 1805 vom Schlachtfeld bei Austerlitz an seine Frau. Stalin hingegen schickt eine Postkarte von Rodins Skulptur „Der Kuss“. Er betont: „Ich küüüssssse Dich inbrünstig (irgendwie anders zu küssen, lohnt sich nicht).“ Der jugoslawische Staatschef Tito schreibt weniger liebevoll an Stalin. Er droht ihm mit einem effizienten Killer. Brutale Befehle zu unsagbaren Verbrechen kommen auch von Mao und Lenin.
Der britische Autor Simon Sebag Montefiore versammelt in seinem Buch „Geschichte schreiben“ Selbstzeugnisse, Abschiedsbriefe sowie Machtbekundungen historischer Figuren. Manche Liebesbriefe sind von hoher politischer Brisanz, andere voll kräftiger Farben und ungestümer Leidenschaft, wie etwa jene von Frida Kahlo an ihren Ehemann Diego Rivera.
Man wird das Meisterwerk an der Decke der Sixtinischen Kapelle mit neuen Augen sehen, hat man erst die verzweifelten Verse Michelangelos gelesen. Plinius der Jüngere schildert Tacitus den Ausbruch des Vesuvs, der Pompeji und Herculaneum unter Schutt und Asche begrub. Denn er weiß, dass es sich mit (kollektiver) Erinnerung ähnlich verhalten kann.
Eindrücklich liest sich, was Weihnachten 1940 bei Adolf Hitler landet: Mahatma Gandhi statuiert ein Exempel für Pazifismus, Menschenwürde und Anstand, mit Demut, Konsenswillen und charismatischer Kraft, die gleichwohl nichts bewirkten.
Briefe bieten Erlösung, wenn man nicht sicher ist, ob die gesprochenen Worte richtig verstanden werden. Jackie Kennedy zum Beispiel schreibt deshalb nach dem Begräbnis ihres Gatten an Chruschtschow. Der aktuellste Brief stammt von Donald Trump aus dem Jahr 2018.
Nun bringt Klett-Cotta diese kurzweilig zu lesende Weltgeschichte in Briefform auf Deutsch heraus und ermuntert somit, selbst wieder auf analoge Art Nachrichten zu versenden.
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