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| ISBN | 9783608988260 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 13.07.2024 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Klett-Cotta |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH Rotebühlstraße 77 | DE-70178 Stuttgart produktsicherheit@klett-cotta.de |
Deutscher Buchpreis 2024
Großer Preis des deutschen Literaturfonds 2024
Wiesbadener Literaturpreis 2024
Prix Grand Continent
Nominiert für den Bayerischen Buchpreis 2024
»Ein Buch wie ein Seiltanz. Aber solange Martina Hefter erzählt, kann nichts passieren.« Anne Weber
Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen.
Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will und sagen, was sie will – und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin
.
Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt? Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. »Hey guten Morgen, wie geht es dir« ist ein tiefgehender Roman, aber so leichtfüßig wie eine Komödie.
| ISBN | 9783608988260 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 13.07.2024 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Klett-Cotta |
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| Herstellerangaben | Anzeigen J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH Rotebühlstraße 77 | DE-70178 Stuttgart produktsicherheit@klett-cotta.de |

Sebastian Fasthuber in FALTER 43/2024 vom 23.10.2024 (S. 30)
Mit einem originellen Stück Autofiktion hat die in Leipzig lebende Performance-Künstlerin und Autorin Martina Hefter (Jg. 1965) den Deutschen Buchpreis gewonnen. "Hey guten Morgen, wie geht es dir?" heißt ihr ausgezeichneter Roman.
Hefter eignet sich den lockeren Ton von Chats an, um eine Geschichte zu erzählen, in der dann doch sehr große Dinge angesprochen werden: Einsamkeit etwa, Altern und Krankheit, Rassismus und das Erbe des Kolonialismus.
Die Hauptfiguren tragen die Namen von Göttern: Juno ist eine Tänzerin und Performerin Mitte 50, die sich mit Projektstipendien über Wasser hält. Ihr Alltag wird geprägt von der Langzeitbeziehung zu dem Schriftsteller Jupiter. Der ist an Multipler Sklerose erkrankt und seit vielen Jahren von ihrer Hilfe abhängig. Das zehrt an Juno.
Sie leidet an Schlaflosigkeit. Nachts öffnet sie die Chat-Anfragen von wohlhabenden, gut aussehenden Männern in ihrem Alter. Ihr ist bewusst, dass es sich in Wahrheit um Love-Scammer handelt, die irgendwo in Osteuropa oder Afrika sitzen und ihr nur Geld rauslocken wollen.
Doch sie lässt sich auf das Spiel ein und erfindet für sich selbst alternative Biografien - oder schreibt einfach schönen Unsinn: "Verheiratet? Nope, ich leb mit drei Dienern, zwei Männer eine Frau, wir beschimpfen einander und trinken dabei einen Kasten Bier. Und du?" Meist wird sie von ihrem Gegenüber schnell blockiert.
Benu ist anders. Der Nigerianer findet Gefallen an der Kommunikation mit Juno - offenbar ohne monetäre Hintergedanken. Im Gegensatz zu ihr scheint er fast immer ehrlich zu sein. Wer beutet hier wen aus? Oder haben sich einfach durch Zufall zwei Einsame gefunden?
Für einen Roman ist das Gebotene etwas halbgar. Vieles wird in dem Buch kurz angetippt, kaum etwas näher beleuchtet. Gute Unterhaltung, aber literarisch nicht nahrhafter als ein nächtlicher Snack.

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