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| ISBN | 9783627003333 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 04.09.2025 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Frankfurter Verlagsanstalt |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Frankfurter Verlagsanstalt GmbH Arndtstraße 11 | DE-60325 Frankfurt am Main literatur@fva.de |
Sandra Weihs' »Bemühungspflicht« folgt mit messerscharfer Beobachtungsgabe und treffsicherem Humor einem Mann, der sich verzweifelt gegen die Demütigungen des Sozialsystems wehrt.
An der Supermarktkasse stellt Manfred Gruber fest: Die Behörde hat die Sozialhilfe nicht überwiesen. Dass die Kartenzahlung erneut abgewiesen wird, treibt ihm vor Scham die Röte ins Gesicht. Es ist ein kalter und regnerischer Tag, ohne Geld muss er den weiten Weg entlang der österreichischen Bundesstraße zu Fuß auf sich nehmen, um die Beamten zur Rede zu stellen. Er hat alle Auflagen erfüllt, alle aussichtslosen Bewerbungen verschickt, die unsäglichen Bewerbungstrainings und unbezahlten Probearbeitstermine absolviert, er ist seiner Bemühungspflicht verdammt noch mal nachgekommen! Die können ihm gar nichts – doch er irrt sich.
Ein wichtiger Roman zur richtigen Zeit: Sandra Weihs blickt dorthin, wo die Gesellschaft als Erstes wegschaut. Auf empathische Weise beschreibt die Autorin den verzweifelten Kampf eines im Sozialsystem Alleingelassenen. Ihre messerscharfen gesellschaftlichen Betrachtungen, der treffsichere Humor, hinter dem immer wieder eine Bernhard’sche Ironie hervorblitzt, lassen einen nicht los – ein Roman, der mit Vorurteilen aufräumt und der seinem Protagonisten das zurückgibt, wonach ihm am meisten verlangt: die Würde.
»Ein Text wie eine Maschine. Atemlos zu lesen. Mit eisernem Mut. Grandios und bitter.«
Andreas Maier
»
Bemühungspflicht
zeugt nicht nur vom literarischen
Können, das die österreichische Autorin
mit ihrem dritten Roman unter Beweis
stellt. Weihs schöpft gleichermaßen mit vollen
Händen aus ihrem Erfahrungsschatz
als praktisch tätige Sozialarbeiterin. Ein
großes Glück für die Literatur.« Judith Solty, der Freitag
»Ein Roman, der sehr grundsätzlich ökonomische Themen aufnimmt und in gesellschaftliche Bereiche blendet, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur selten in dieser Form, Wucht und Dringlichkeit aufgenommen werden.« Stefan Gmünder, STANDARD
| ISBN | 9783627003333 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 04.09.2025 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Frankfurter Verlagsanstalt |
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Sebastian Fasthuber in FALTER 43/2025 vom 22.10.2025 (S. 30)
Mit wenig freundlichen Grüßen, so beendet Manfred Gruber seine Schreiben an Ämter. Er ist in seinen 50ern, hat eine Ehe hinter sich, die ein hässliches Ende nahm, und einen Unfall, nach dem er nicht mehr der Alte ist; aber auch nicht krank genug, um in Pension geschickt zu werden. Manfred bezieht Sozialhilfe und muss laufend nachweisen, dass er sich um Arbeit bemüht.
Die österreichische Autorin Sandra Weihs hat als Sozialarbeiterin gearbeitet. In ihren Roman sind sichtlich viele Erfahrungen aus ihrem Berufsleben eingeflossen. Er ist alles andere als ein Rührstück, sondern entpuppt sich als bitterböser Text, der ein Systemversagen diagnostiziert und in dem es weder wirklich gute noch böse Figuren gibt. Alle schauen, dass sie irgendwie über die Runden kommen -und alle sind unglücklich. Harter Stoff, gute Nacht.

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