Das Klavier als Instrument weiblicher Erziehung

Versuch über die "schwarze" Klavierpädagogik des 19. Jahrhunderts
36 Seiten, Taschenbuch
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Themen Kunst Musik
ISBN 9783638740876
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 25.08.2007
Größe 210 x 148 mm
Verlag GRIN Verlag
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Waltherstraße 23 | DE-80337 München
info@grin.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Musik - Sonstiges, Note: 1,3, Universität des Saarlandes, Veranstaltung: "Das Klavier" - Eine ikonographische Spurensuche , Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Hausarbeit unternimmt den Versuch, die Wurzeln des noch heute latent wirksamen Stereotyps der "milden Weiblichkeit" in der Zeit vom frühen Biedermeier (ab 1915) bis zum Beginn des 20. Jahrhundert auszugraben. Im Zentrum der Betrachtung steht das Titel gebende "Klavier als Instrument weiblicher Erziehung". Der Begriff "Instrument" wird dabei durchaus im doppelten Sinn verstanden, nämlich als Werkzeug zur Erzeugung von Musik einerseits (dieser Aspekt soll eine untergeordnete Rolle spielen) und andererseits als Mittel zur subtilen, musikalisch-codierten Vermittlung weiblicher Rollenideale, wie sie die bürgerliche Gesellschaft im 19. Jahrhundert in der ihr eigenen Schärfe und Konsequenz auf die pädagogische Agenda gesetzt hatte. Nach einer kurzen Bestandsaufnahme zur Rolle der Frau im 19. Jahrhundert ("Gesegnete Häuslichkeit") soll zunächst versucht werden, den innerfamiliären Bedingungen dieser gesamtgesellschaftlichen Situation durch Analyse der bürgerlichern Erziehungsmethoden näher zu kommen ("Die Kunst des harmlosen Parlierens"). Im Anschluss konzentriert sich der Hauptteil auf das Klavier - allerdings nicht als Instrument zur Vermittlung ästhetischer Botschaften, sondern vielmehr in seiner Verwendung als (musikalisches) Mittel zum (pädagogischen) Zweck. Dabei sollen neben der Analyse von Motivation, Ablauf und Ziel des Klavierunterrichts junger Mädchen im 19. Jahrhundert auch verwandte Aspekte rund ums Klavier, wie etwa die zeitgenössische Kritik am Klavierunterricht, das Phänomen der Salonmusik und die Rolle des Klaviers im Rahmen der Eheanbahnung, behandelt werden. Im abschließenden dritten Teil ist dann vom doppelten Ende der "schwarzen" Klavier-Pädagogik (d. h. der systematischen Installation eines gesellschaftlichen Über-Ichs im Kinde) die Rede. Der Fokus hierbei liegt zunächst auf deren Aussetzen innerhalb individuell-biografischer Kontexte ("Die verheiratete Frau und das Klavier"), schließlich auf dem gesellschaftlichen Zusammenbruch des Klaviers als Instrument weiblicher Erziehung, der sich analog zum Niedergang des überkommenen Frauenbildes vollziehen sollte, wie es sich insbesondere in der Epoche des Biedermeier manifestiert hat; oder besser: wie es manifestiert wurde.

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Themen Kunst Musik
ISBN 9783638740876
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 25.08.2007
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