Der geologische Bau des südwestlichen Teiles des Massives von Stavelot (Belgien) unter besonderer Berücksichtigung seiner tektonischen Prägung

100 Seiten, Taschenbuch
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Reihe Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen
Themen Geowissenschaften, Geographie, Umwelt, Planung Geowissenschaften Geologie und die Lithosphäre
ISBN 9783663060444
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 01.01.1964
Größe 244 x 170 mm
Verlag VS Verlag für Sozialwissenschaften
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Kurzbeschreibung des Verlags

In der vorliegenden Studie werden die wesentlichen stratigraphischen und tek­ tonischen Befunde im südwestlichen Teil des Massives von Stavelot in den Ost­ ardennen dargelegt und ihre Zusammenhänge mit seiner Baugeschichte untersucht. Wichtige Hinweise dazu bieten Struktur-Untersuchungen mit Hilfe gefüge­ kundlicher Methoden, die erstmals in diesem Teil der belgischen Ardennen angewandt worden sind. Sie gestatten, das heutige tektonische Bild in einzelne Prägungs akte und -zeiten aufzulösen. Der bearbeitete Raum stellt sich als ein aus zwei Stockwerken bestehender Groß­ Sattel dar, dessen Kern aus kambro-ordovicischen Schichten (Kern-Schichten) aufgebaut wird, während sich an die Sattel flanken die jüngeren devonischen Mantel-Schichten anlegen. Die Folge der Kern-Schichten reicht vom Revin 3 bis zum Salm 2. Jüngere Schichten des Ordovicium und Silur treten nicht auf. Vor dem Gedinne wurden die Kern-Schichten während der kaledonischen Tektogenese gefaltet. Die postkaledonischen Mantel-Schichten beginnen transgressiv mit dem Gedinne (Schichten von Waimes) und reichen im Arbeitsgebiet bis in das untere Ems. Auf einen Schwellencharakter des kaledonischen Sockels während der unter­ devonischen Sedimentationszeit weisen Faziesunterschiede zwischen dem N und S des Arbeitsgebietes sowie die Mächtigkeitszunahme der Sedimente nach NW und SE hin. Die erfaßbaren kaledonischen Verformungs akte (B r Achsenpläne) lassen, von einer untergeordnet verbreiteten Prägung (B!') mit N-S-Verlauf abgesehen, eine relativ geringe Streuung der kaledonischen E-W-gerichteten Achsenrichtungen erkennen. Das im nördlichen Teil des Arbeitsgebietes auftretende Abweichen von dieser Regel erweist sich dabei als das Ergebnis des jüngeren variscischen Be­ wegungsaktes.

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