Umdenkschrift II zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden

Weitere kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse - Zweite Sammlung, herausgegeben von Peter Bürger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie
152 Seiten, Taschenbuch
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Reihe edition pace
ISBN 9783695747337
Erscheinungsdatum 25.02.2026
Genre Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Verlag BoD – Books on Demand
Herausgegeben von Peter Bürger
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Books on Demand GmbH
Überseering 33 | DE-22297 Hamburg
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Kurzbeschreibung des Verlags

Wohl keine Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten zu so viel Widerspruch und Entsetzen geführt wie die EKD-Kundgebung "Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick" vom November 2025. Die hier von der Solidarischen Kirche im Rheinland und dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie vorgelegte "Umdenkschrift II" enthält als Nachfolgeband weitere kritische Wortmeldungen aus der aktuellen EKD-Kontroverse um Krieg und Frieden.
Auszugehen ist von der "Tatsache, dass es mächtige Minderheiten sind, die die Entscheidungen für einen Krieg treffen. Völker, auch demokratisch verfasste, haben bisher noch nie über Krieg und Frieden mit abgestimmt. - Kirche muss von ihren ethischen Kriterien her ohne Rücksicht auf die Regierenden und auf die öffentliche Meinung auf diese Zusammenhänge hinweisen." (Günter Brakelmann & Arno Lohmann)
Ein besonderer Schwerpunkt der Dokumentation ist die skandalöse kirchliche Atombomben-Duldung in Deutschland. Burkhard Paetzold, der 1978-1989 Mitglied der "ad hoc Gruppe Abrüstung" im Referat Friedensfragen der Theologischen Studienabteilung beim Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR gewesen ist, erhellt das staatsunabhängige Christenzeugnis: "Atomwaffen zielen auf die glaubhafte Androhung massenhafter, unterschiedsloser Vernichtung von Menschen, Lebensgrundlagen und Zukunft . . . Die Logik nuklearer Abschreckung bindet das eigene Überleben an die Bereitschaft, im Ernstfall Unvorstellbares zu tun. Theologisch ist das nicht nur problematisch, sondern unvereinbar mit dem Vertrauen auf Gott als den Bewahrer des Lebens - und mit der Nachfolge Jesu . . . In der Tradition der DDR-Synoden, die dem Geist, der Logik und der Praxis der nuklearen Abschreckung ausdrücklich widersprochen haben, ist klar zu sagen: Nuklearismus ist Häresie. Denn der Nuklearismus verlagert Vertrauen von Gott auf eine todbringende Macht. Er schreibt einer technologischen Fähigkeit zu, was allein Gott zukommt: Schutz, Bewahrung, Erlösung und letztgültige Verfügung über Leben und Tod."

edition pace - Band 44.
Herausgegeben von Peter Bürger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie.

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ISBN 9783695747337
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