Das Burgtheater in der Ersten Republik

Repräsentation, demokratische Öffentlichkeit und österreichische Identität. 1918‒1938. Mit Beiträgen von Katharina Wessely und Michaela Kuklova
686 Seiten, Taschenbuch
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Reihe Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse
ISBN 9783700195870
Erscheinungsdatum 19.01.2026
Genre Sachbücher/Musik, Film, Theater
Verlag Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften
Herausgegeben von Elisabeth Großegger
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HerstellerangabenAnzeigen
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2 | AT-1010 Wien
verlag@oeaw.ac.at
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Kurzbeschreibung des Verlags

Mit der Ausrufung der Republik Österreich am 12. November 1918 ändert sich auch der Status der Hoftheater. Die staatliche Verwaltung übernimmt Ende November die beiden Theater und überführt sie aus dem kaiserlichen Hofärar ins Budget der jungen Republik. Schon die sich wandelnde Adresse des Burgtheaters zeigt die politischen Umbrüche: Aus dem „Franzensring“, der offiziellen Adresse des Hofburgtheaters, wird der „Ring des 12. November“. Das „k. k. Hofburgtheater“ – wie es in goldener Inschrift am Haus bis heute heißt – tauscht seine kaiserliche Adresse mit der republikanischen. Seine Aufgabe liegt nun nicht mehr in der Repräsentation des Herrscherhauses und der plurikulturellen Monarchie, sondern muss neu definiert werden. Was erhofft sich die Regierung durch die staatliche Weiterführung des Burgtheaters, wie stellt sie sich das Verhältnis zwischen Staat und (Staats-)Theater vor? Welche Rolle wird dem Theater für die Entwicklung der republikanischen Zivilgesellschaft zugeschrieben? Diese Fragen bestimmen die Ausrichtung der ehemaligen Hoftheater in der Ersten Republik. Sie entscheiden sich in engem Zusammenhang mit den historischen Entwicklungen. Die Rolle des Burgtheaters als „erstem deutschsprachigen Theater“ für das österreichische Selbstverständnis wird auf Basis von Quellenmaterial kritisch befragt: die administrativen Hintergründe der Übernahme der Hoftheater in die Verwaltung der Republik, die Debatten über Aufgabe und Stellung des Burgtheaters aus Anlass von Direktionswechseln und kontrovers rezipierten Inszenierungen werden im Zusammenhang von Theater, kollektivem Gedächtnis und kultureller Identitätskonstruktionen verhandelt.

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