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| ISBN | 9783701717118 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 18.02.2020 |
| Genre | Belletristik/Erzählende Literatur |
| Verlag | Residenz |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Residenz Verlag GmbH Mühlstraße 7 | AT-5023 Salzburg info@residenzverlag.at |
Berlin vor dem Fall der Mauer, China vor dem Massaker am Tian’anmen-Platz: eine Welt voller uneinlösbarer Versprechen, eine Generation, die sich treiben lässt auf der Suche nach einem anderen Leben. Im winterlichen Berlin mit seinen dunklen Kneipen und plüschigen Cafés versuchen der Erzähler und sein bunt zusammengewürfelter Freundeskreis, eine neue Freiheit
zu erfinden. In ihrem Mittelpunkt steht die schillernde Nina, die alle in ihren Bann zieht, selbst jedoch den gefährlichen Einflüsterungen ihrer inneren Stimmen ausgeliefert ist. Ein One-Way-Ticket nach Beijing wird zum Befreiungsschlag: Der Erzähler lässt alles hinter sich und reist durch ein China im Umbruch, durch ein großes, blaues Reich, in dem er vergeblich das Vergessen sucht.
| ISBN | 9783701717118 |
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| Erscheinungsdatum | 18.02.2020 |
| Genre | Belletristik/Erzählende Literatur |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Residenz Verlag GmbH Mühlstraße 7 | AT-5023 Salzburg info@residenzverlag.at |

Dominika Meindl in FALTER 13/2020 vom 25.03.2020 (S. 36)
Ein Berliner Sinologie-Student schreibt Ende 1989 ein Journal über sein Jahr in China, kurz nach dem Tian’anmen- Massaker und vor dem Fall der Mau- er. Die rote Volksrepublik trägt im In- neren das Blau der Arbeiter, „das Blau eines Reiches, das Kaiser und Kapi- talisten und Kommunisten überlebt hat“. Zwischen den Zeilen steht, wie repressive Regime die Paranoia ihrer Subjekte schüren; niemandem ist zu trauen, immer hört jemand mit.
Beim Porträt über China läuft der glänzend formulierende von Haaren zur Höchstform auf. Man wünschte sich insofern eine Verschiebung des Schwerpunktes weg vom Freundes- kreis rund um die exzentrische, suizi- dale Nina, aber auch das Porträt der Westberliner Enklave weiß zu fesseln. Schönes, trauriges Fazit: Die Natur hat es „so eingerichtet, dass wir über das Leben hinwegkommen“, gegen die Sehnsucht nach den Toten und Ver- missten kann sich hingegen niemand wehren.

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