Das Märchen vom Glück

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Kurzbeschreibung des Verlags:

Lena aus dem steirischen Dorf, Andràs aus dem ungarischen Plattenbau, Eva Bartuska aus der Brünner Vorstadt – sie alle suchen in Wien ihr Glück. Angetrieben von den Versprechen sozialen und ökonomischen Aufstiegs und dem Traum von der großen Liebe, lassen sie sich durch die große Stadt treiben. Doch was ist dieses vielbeschworene Glück? Manchmal ein Filialleiterposten, manchmal eine rauschhafte Nacht, und oftmals eine fadenscheinige Illusion, die an der alltäglichen Gemeinheit zuschanden geht. Und doch wäre dieser Roman kein „Märchen vom Glück“, wenn Rosei hier nicht erstmals fast versöhnlich würde: Und so hat, wer den Niederungen des Lebens ins Auge schaut und alle Hoffnung fahren lässt, am Ende doch Anrecht auf, ja, das ersehnte Glück …

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FALTER-Rezension

Die Sprache ist ein Pfusch

:: Im Schweizerhaus kommen alle zusammen. Hier treffen sich am Ende ihrer Schicht Eva, die aus Brünn stammende Kellnerin, und der schon gut angetrunkene Anton Graf Schönau-Mehrau. Seine Familie hat einst große Reichtümer besessen, ein Zinshaus in der Bräunerstraße ist davon noch übrig. Hier wird Eva eine Boutique eröffnen. Zumindest kurze Glücksmomente vergönnt Peter Rosei seinem Personal.

Mit leichter Hand erzählt er in „Das Märchen vom Glück“ davon, wie sich die sozialen Milieus vermischen. Aufsteigerfiguren ziehen sich durch sein Werk, insbesondere den Zyklus „Wiener Dateien“ (2005–2014), den das neue Buch lose fortsetzt. Allerdings mit verändertem Fokus: Nicht allein Geld, Gier und Geilheit treiben das Figurenkarussell an, es sind auch vermehrt Gefühle im Spiel – wobei das Emotionale stets am Ökonomischen hängt.

In knappen Sätzen und Dialogen zeichnet Rosei ganze Lebensläufe. Mehrfach wechselt er von der Außen- in die Innensicht, von der dritten in die erste Person, um den Figuren nahe zu kommen. Meist hält er sich selbst versteckt, ganz selten greift er ein. Als einer bei einem Autounfall ums Leben kommt, wendet sich der Autor entschuldigend an den Leser: „In seriösen Romanen passiert so etwas nicht, ich weiß, aber was soll man machen (…)“. Tatsächlich gibt es kaum seriösere Romane als Roseis.F

Sebastian Fasthuber in Falter 23/2021 vom 11.06.2021 (S. 32)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783701717415
Erscheinungsdatum 16.03.2021
Umfang 176 Seiten
Genre Belletristik/Erzählende Literatur
Format Hardcover
Verlag Residenz
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