Herr Krähe muss zu seiner Frau

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Kurzbeschreibung des Verlags:

Leo ist 17 und der große Bruder von Max. Leo lebt in einem „begrenzten Universum“, wie Max das nennt und deshalb muss Max ständig auf ihn aufpassen. Leo und Max sind allein zu Hause, als ein Kolkrabe gegen die Fensterscheibe knallt und halb tot liegen bleibt. Er ist beringt, weshalb Max herausfinden kann, woher er kommt. Leo ist überzeugt, dass der Ring ein Ehering ist und Herr Krähe zurück zu seiner Frau muss, um wieder gesund zu werden. Wenn Leo von etwas überzeugt ist, kann nichts und niemand ihn bremsen. Er macht sich auf, um Herrn Krähe zur Rabenforschungsstation zurückzubringen, und Max muss wohl oder übel mit. Es dauert einen ganzen Tag, bis sie dort ankommen. Auf ihrem Weg liegen: ein falscher Automechaniker, ein zu Schrott gefahrener Rasenmähertraktor, zwei Wikinger, eine Kuh mit Anhänger, ein Eiswagen, ein kaputtes Floß, Gott, einmal fast Ertrinken, ein Quad und eine hilfsbereite Studentin.

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FALTER-Rezension

Zwei ungleiche Brüder auf Roadtrip

Ein Junge lernt seinen beeinträchtigten Bruder neu kennen

Wir retten Krähe!“, verkündet Leo. „Wir ...“ Er zählt: Eins, zwei ... „Weiter als bis sieben kommt er nie ohne Fehler.“ Der elfjährige Max soll auf seinen Bruder aufpassen. Der ist fast 18, aber „mein Vater sagt oft, dass Leos Hirn erst ungefähr vier, vielleicht knapp fünf Jahre wäre, mit wenig Aussicht, den sechsten Geburtstag irgendwann zu feiern.“ Daher mag Leo immer noch Bob den Baumeister und Duplo. Als ein Kolkrabe gegen das Fenster knallt und schwer verletzt liegen bleibt, ist für Leo klar: Herr Krähe ist ein Ehemann, schließlich trägt er einen Ring. Also müssen er und Max ihn zur lieben Frau heimbringen.

Es ist eine harte Geschichte, die die österreichische Autorin und Behindertenbetreuerin Rachel von Kooij erzählt. Sie beschönigt nichts. Nicht, wie nervig es für Max ist, immer auf Leo aufzupassen. Nicht, wie weh es tut zu sehen, wie andere den Bruder verarschen – und der merkt es nicht einmal.

Während ihrer Odyssee aber entdeckt Max neue Fähigkeiten an Leo: Der rennt so manches Hindernis einfach um, vor dem Max kapituliert hätte. „Bis heute in der Früh hatte ich genau gewusst, wer mein Bruder war. (…) Er kann nicht so gut denken. Er kann nicht so gut lernen. (…) Und jetzt? Alle diese ,Nichts‘ hatten uns nicht bis hierher gebracht.“ Bei allem Ernst ist der Roman voll schräger Situationen, Humor und Wärme. Große Kinderliteratur!

Gerlinde Pölsler in Falter 41/2019 vom 11.10.2019 (S. 30)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783702659363
Erscheinungsdatum 29.07.2019
Umfang 240 Seiten
Genre Kinder- und Jugendbücher/Kinderbücher bis 11 Jahre
Format Hardcover
Verlag Jungbrunnen
Empf. Lesealter ab 9 Jahre
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