Pilze selbst anbauen

Das Praxisbuch für Biogarten, Balkon, Küche, Keller
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Kurzbeschreibung des Verlags:

SHIITAKE, AUSTERNSEITLING, REISHI ODER STEINCHAMPIGNON - Pilze haben nun DAS GANZE JAHR Saison! Anhand von leicht verständlichen Anleitungen erklären Magdalena und Herbert Wurth PRAXISNAH UND FUNDIERT, wie Sie zu Hause IHREN EIGENEN PILZGARTEN schaffen.
Welche Standorte sind am besten geeignet? Wie viel Platz brauche ich? Und welche Sorten wachsen auch im Winter? Vater und Tochter kennen die wichtigsten Tipps für den BIOLOGISCHEN UND NACHHALTIGEN ANBAU und wissen aus über 30 Jahren Erfahrung, welche Pilzarten mit geringem Aufwand im Garten, Keller oder am Balkon wachsen.
Wer liebt nicht den Geschmack von aromatischen Pilzen im Risotto, im Salat oder in der Suppe? Mit dem Praxisbuch "Pilze selbst anbauen" können Sie diesen faszinierenden Lebewesen wortwörtlich BEIM GEDEIHEN UND WACHSEN ZUSEHEN – und das übers ganze Jahr. Die 19 Pilzporträts veranschaulichen die UNTERSCHIEDLICHEN ANBAUMÖGLICHKEITEN ebenso wie die VIELSEITIGE VERWENDUNG in Küche und Heilkunde. Aktuelles Gartenwissen, erprobte Methoden und Informationen zu den richtigen Bezugsquellen machen dieses Buch zum KOMPLETTEN PRAXISBUCH.
- zu jeder Jahreszeit den richtigen Pilz biologisch und nachhaltig anbauen
- der gebündelte Erfahrungsschatz der Pilzexperten Magdalena und Herbert Wurth
- beliebte Pilzarten für drinnen und draußen
- praktische Anleitungen für AnfängerInnen und Geübte
- mit über 180 Fotografien und Zeichnungen
- mit zahlreichen Rezepten und hilfreichen Tipps
"Jeder Pilz hat ein einzigartiges Aussehen, eine spezifische Lebensweise und einen unverkennbaren Geschmack."
Magdalena Wurth
"Die Beschäftigung mit Pilzen erlaubt mir tiefe Einblicke in die Geheimnisse dieser faszinierenden Lebewesen."
Herbert Wurth
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Leserstimmen:
>>Genau das richtige Buch für meinen ersten Pilzgarten: Magdalena und Herbert Wurth haben auf alle meine Fragen die richtigen Antworten<<
>>Egal ob für den Anbau im eigenen Garten, im Keller oder am Balkon: Die Autoren kennen für alle Plätze die richtigen Sorten und wichtigsten Tipps<<

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FALTER-Rezension

Haariger Affenkopf im Blumentopf

Die Familie Wurth hat sich der Pilzzucht verschrieben und kultiviert auch Exoten

Hoch oben im niederösterreichischen Waldviertel liegt Großschönau mit seinem Passivhausdorf, in dem man probewohnen kann. Nahe Großschönau lebt auch die Familie Wurth und züchtet Pilze.
Die Wurths sind offene und freundliche Leute. Ein Gespräch mit Vater Herbert, einem experimentierfreudigen Chemiker, gerät zu einer Einführung in die Geheimnisse der Pilzzucht. Im Keller des Familienhauses wird die Brut für den seit zehn Jahren bestehenden familieneigenen Pilzgarten herangezogen. Die Pilze wachsen dann auf beimpften Untergründen im und ums Haus, im Pilzgarten. Die mit Shiitake beimpften und an Schnüren hängenden Baumstämme sehen aus wie eine Klanginstallation. Beim Betreten des Hauses staunt man aber zunächst nicht nur über Besonderheiten wie den Leucht-, den seltenen Reishi- oder den Affenkopfpilz, sondern eher über die vom Hausherrn tief aus der Erde der steinigen Äcker der Umgebung ausgebuddelten Bergkristalle.

Herbert Wurth, 66, ist gelernter Chemiker und hat vor 35 Jahren begonnen, mit ­Mikroorganismen und Pilzen zu experimentieren. Neugierde treibt ihn immer weiter an. Will er einen japanischen Pilz züchten, lässt er sich die Brut aus Japan ins Waldviertel schicken. Für seine Tochter Magdalena, 24, die mit der Begeisterung für Pilze aufgewachsen ist und auf der Boku in Wien angewandte Nutzpflanzenwissenschaften studiert, und für ihren Partner Moritz Wildenauer, 25, ist der „Waldviertler Pilzgarten” ein zukunftsweisendes Projekt. Die beiden wollen es weiterentwickeln und zum Hauptbroterwerb anwachsen lassen.
„Wir haben schon fast alles ausprobiert”, erzählt Herbert Wurth, „auch Hasen haben wir gezüchtet. Die muss man dann umbringen. Und das ist ein enormer Stress für ­einen normalen Menschen!” Deshalb lieber Pilze. Als Herbert Wurth damit anfing,
gab es auf dem Markt nur ein sehr eingeschränktes Angebot an Speisepilzen, wie Champignons, Eierschwammerln und Steinpilze. Der Chemiker forschte in seiner Freizeit an der Herstellung eigener Pilzbruten. Dazu werden Sporen oder ein Gewebestück des Pilzes auf eine Nährlösung – Agar genannt – übertragen. Das entstandene Pilzgeflecht wird in weiterer Folge zum Beispiel auf sterilisiertes und gekochtes Getreide übertragen, wo dann das Myzel das Getreide durchwächst.
Diese Pilzbrut wird zum „Beimpfen” des Substrates verwendet, auf dem der Pilz dann wachsen soll. Spannend ist auch die sogenannte „Dübelbrut”. Dafür werden feuchte, unbehandelte Holzdübel unter sterilen Bedingungen mit der Getreidebrut beimpft. Das Pilzmyzel wächst in die Dübel, welche dann in vorbereitetes, vorgebohrtes Holz – bei einer Frühjahrsbeimpfung ist das im Winter gefällte Holz ideal – gesteckt werden. Auch Holzstubben, also Baumstümpfe, sind dafür bestens geeignet, da sie mit ihrem Wurzelwerk noch mit der Erde verbunden sind.
Den Shiitake-Pilz bauen die Wurths nach der traditionellen japanischen Methode an. Die beimpften Baumstämme werden zweimal im Jahr (Ende Mai und Ende August) 24 Stunden in kaltes Wasser getaucht und anschließend drei- bis viermal Mal kräftig auf den Boden gestoßen, damit soll die Pilzbrut „aufgeweckt” und die Fruchtkörperbildung begünstigt werden. Die Stämme werden nach diesem Vorgang regelmäßig gegossen, bis nach etwa zwei Wochen die ersten Shiitake erscheinen.

Unter den vielen Sorten von Speisepilzen bescherte auch der Lackporling – meistens Reishi genannt, ein eher schwer zu züchtender „Heilpilz”, dem große gesundheitliche Wirkungen nachgesagt werden – den Wurths letztes Jahr eine überdurchschnittlich reiche Ernte.
Herbert und Tochter Magdalena haben ihre umfassenden Pilzerfahrungen in ihrem neu erschienenen Praxisbuch „Pilze selbst anbauen” für Laien verständlich zusammengefasst. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen Fotos aus dem Waldviertler ­Pilzgarten wird erklärt, wie man es macht, wenn man eigene Pilze im Garten, in der Küche, auf dem Balkon oder im Keller züchten will. Hat man das Buch einmal in der Hand, ist ein Scheitern gar nicht mehr vorstellbar!
Im Waldviertler Pilzgarten bei Großschönau kann man jederzeit beimpfte Baumstämme und verschiedene Pilzbrut kaufen und im Sommer Pilze bestaunen.
Gelegenheit, mit Magdalena und Herbert Wurth zu sprechen und sich beraten zu lassen, gibt es am Wochenende von 2. bis 3. Mai bei den Pflanztagen der Arche Noah in Schiltern.

Wokgemüse mit getrockneten Shiitake

25 g getrocknete Shiitake,
etwas Sojasauce und Wasser, 1 kl. Chilischote, in Ringe geschnitten, 1 Tasse gekeimte Sprösslinge (z.B. Berglinsenkeimlinge, Sojasprossen), 1 roter Paprika, 100 g Spitzkraut oder Chinakohl, 2 Stangen Frühlingszwiebeln, ½ Stange Lauch, frische Kräuter der Saison (z.B. Koriander, Zitronenbasilikum), kleines Stück frischer Ingwer, Sonnenblumenöl zum Braten, Salz, Pfeffer, 1 EL schwarze Sesamsamen

Die getrockneten, dick geschnittenen Shiitake in der Sojasauce-Wasser-Mischung mit einigen Chiliringen für eine halbe Stunde einweichen. Gemüse in Streifen schneiden, Ingwerstückchen und Kräuter fein hacken

Im Wok das Öl erhitzen, Gemüse und Pilze scharf anbraten, etwas Pilzsud und Ingwer dazugeben, ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze fertigdünsten. Mit Salz und Pfeffer, frischen Kräutern und Sesamsamen abschmecken. Mit gekeimten Sprösslingen anrichten. Dazu passt Reis oder wie auf dem Foto Quinoa-Laibchen mit Gekeimte-Berglinsen-Granatapfelsamen-Salat.

Irena Rosc in Falter 12/2015 vom 20.03.2015 (S. 50)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783706625579
Ausgabe 5., mit über 180 Fotografien und Zeichnungen
Erscheinungsdatum 13.01.2021
Umfang 144 Seiten
Genre Ratgeber/Natur/Garten
Format Hardcover
Verlag Löwenzahn Verlag in der Studienverlag Ges.m.b.H.
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