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| Reihe | Passagen forum |
|---|---|
| ISBN | 9783709201718 |
| Erscheinungsdatum | 23.10.2015 |
| Genre | Philosophie |
| Verlag | Passagen |
| Übersetzung | Corinna Popp |
| Herausgegeben von | Peter Engelmann |
| Lieferzeit | Lieferung in 3-10 Werktagen |
Alain Badiou ist einer der wenigen Philosophen, die sowohl für als auch über das Theater schreiben. Das Theater wird so zur Bühne seines Denkens.Die Rhapsodie, Badious zentrale philosophische Abhandlung zum Theater, ist im Kontext seines dramatischen Schaffens der 1980er-Jahre entstanden und wurde kürzlich mit einem aktuellen Vorwort des Autors neu aufgelegt. Er entwickelt hier ein regelrechtes "Theatersystem": Mit gewohntem Scharfsinn untersucht Badiou in 89 aphoristischen Kapiteln, aus welchen Bestandteilen sich das Theater, diese "Kriegsmaschine gegen die Faulheit", zusammensetzt. Er vergleicht die gesellschaftliche Wirkungskraft des Theaters mit der des Kinos, befragt seine Verankerung im Staat und analysiert die Analogien zwischen Theater und Politik. Gegenüber der traditionellen philosophischen Antihaltung zur darstellenden Kunst verteidigt er die "meistgehasste unter allen Künsten" als Unternehmen zur "Befragung der Wahrheit".
| Reihe | Passagen forum |
|---|---|
| ISBN | 9783709201718 |
| Erscheinungsdatum | 23.10.2015 |
| Genre | Philosophie |
| Verlag | Passagen |
| Übersetzung | Corinna Popp |
| Herausgegeben von | Peter Engelmann |
| Lieferzeit | Lieferung in 3-10 Werktagen |

Florian Baranyi in FALTER 9/2016 vom 02.03.2016 (S. 32)
Unter Theateraficionados ist es Konsens: Pro Saison gibt es ein bis zwei wirklich gelungene Abende. Alain Badious fulminante „Rhapsodie für das Theater“ liefert die Theorie zum Ereignis. Er unterscheidet eine abgegriffene und eine wahre, weichenstellende Form des Theaters. Das wahre Theater ist keine Bespiegelung des Alltäglichen, keine Verwaltung des Status quo, sondern gibt „einem zu verstehen, dass man nicht unschuldig auf seinem Platz sitzen bleiben kann“.
Badiou situiert das Theater zwischen Psychoanalyse und Philosophie, analysiert dessen Verhältnis zu Politik und Kino. Gegen Ende verstrickt er sich etwas unglücklich in Lacan’scher Terminologie. Da das französische Original 1990 erschienen ist, sei darüber hinweggesehen. Außerdem wird der Patzer durch die gnadenlose Forderung eines allgemeinen Theaterzwangs relativiert. Also: Auf ins Theater mit Badiou als Pausenlektüre!

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