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| Themen | Gesellschaft und Sozialwissenschaften |
|---|---|
| ISBN | 9783711003782 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 20.08.2026 |
| Größe | 21 x 14.5 cm |
| Verlag | ecoWing |
| Beiträge von | Thomas Trescher, Andreas Ambros-Lechner |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Red Bull Media House GmbH info@at.redbullmediahouse.com |
Bildungsnotstand in Österreich: eine Streitschrift für echte Bildungsgerechtigkeit Kinder ohne Deutschkenntnisse sowie fehlende motorische oder sprachliche Grundlagen prägen den Lehreralltag an Österreichs Schulen. Hinzu kommen psychische Belastungen, Personalmangel und Gewalt an Schulen. Obendrauf führen steigende Migration und Familiennachzug zu wachsender sozialer Segregation. Susanne Wiesinger, eine der bekanntesten Lehrerinnen des Landes, zeigt in diesem Sachbuch, womit Schulen in der Alpenrepublik heute täglich kämpfen. Sie macht deutlich, wie sehr sich die Bildungsmisere seit ihrem ersten Bestseller »Kulturkampf im Klassenzimmer« weiter verschärft hat. - Schonungslose Bestandsaufnahme der Schulprobleme an Österreichs Brennpunktschulen - Politisches Buch mit bundesweiter Perspektive: von Wien bis in Industriestädte wie Wels, Bludenz und Kapfenberg - Bildungskritik aus erster Hand: Eine erfahrene Lehrerin benennt Missstände klar und unbeschönigt - Konkrete Lösungsansätze für eine Schule im Wandel und mehr Bildungschancen für alle Kinder - Bildungspolitik auf dem Prüfstand: Warum eine grundlegende Bildungsreform dringend notwendig ist und wie man sie angehen kannSchulreform jetzt! Brennpunkt Klassenzimmer und Wege aus der Bildungsmisere Susanne Wiesinger spricht aus der Praxis und liefert konkrete Vorschläge für eine echte Bildungsreform. Eindringlich zeigt sie, wie dramatisch sich der Bildungsnotstand an Österreichs Schulen entwickelt hat, und macht klar, warum das Land neue Ideen für die Schule der Zukunft braucht – jenseits von Bildungspolitik ohne Substanz oder parteipolitischen Querelen. Lesen Sie diese Streitschrift und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung zur drängendsten bildungspolitischen Debatte unserer Zeit!
| Themen | Gesellschaft und Sozialwissenschaften |
|---|---|
| ISBN | 9783711003782 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 20.08.2026 |
| Größe | 21 x 14.5 cm |
| Verlag | ecoWing |
| Beiträge von | Thomas Trescher, Andreas Ambros-Lechner |
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Heidi Schrodt in FALTER 40/2026 vom 30.09.2026 (S. 18)
Susanne Wiesinger ist in der Bildungsszene keine Unbekannte. Breitere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erhielt sie mit ihrem 2018 erschienenen Buch "Kulturkampf im Klassenzimmer", in dem sie über kulturell bedingte Konflikte in der Schule berichtete, allem voran solche, die mit dem Islam in Verbindung stehen.
Auch in ihrem neuen Buch geht es um den Islam, wobei auch andere Aspekte wie Social Media, mangelnde Deutschkenntnisse, Gewalt oder Antisemitismus zur Sprache kommen. Insgesamt erhalten wir ein düsteres Bild vom schulischen Alltag einer Volksschule im sogenannten Brennpunkt.
Die Autorin betont, dass sie noch immer gerne Lehrerin ist, und vermittelt das glaubwürdig. Allerdings sei ein geordneter Unterricht nicht mehr möglich, nicht nur in Volksschulen wie ihrer, sondern ganz besonders in Mittelschulen in den Großstädten.
Siebzig Prozent ihrer Unterrichtszeit verbringe sie mit Deeskalieren, wobei körperliche Gewalt auch bei Volksschulkindern extrem zugenommen habe. Der Familiennachzug habe dann das Fass zum Überlaufen gebracht.
Das habe unterschiedliche Gründe: Schläge als Erziehungsmittel als Standard zuhause; von Gewalt betroffene, hilflose Mütter; ethnische Konflikte.
Zum Thema Gewalt an Frauen bringt die Autorin ein besonders schlimmes Beispiel. Ein Siebenjähriger hatte Schule geschwänzt, und die Mutter war vorgeladen. Im Laufe des Gesprächs schrie er seine Mutter laut an und begann, auf sie einzuschlagen. Das Bedrückende: Die Mutter nahm das als selbstverständlich hin.
Wiesinger beschreibt auch ein Beispiel zum Antisemitismus, das unter die Haut geht: Ein Mädchen aus der 4. Klasse behauptete, die Juden würden palästinensische Kinder töten, weil sie ihr Blut trinken.
Kein Wunder, dass sich Wiesinger in ihren Empfehlungen für ein Handyverbot für alle bis 16 ausspricht, denn daher kommen solche schrecklichen Vorstellungen.
Nicht weniger bedrückend ist allerdings auch die Tatsache, dass viele Kinder in den ersten Klassen erstmals Spielzeug kennenlernen. Nur wenige erinnern sich etwa daran, im Kindergarten einmal mit Würfeln gespielt zu haben.
Oft gibt es zuhause keine Spielsachen -aus finanziellen Gründen sind die Prioritäten andere. Die Lehrerinnen und Lehrer bringen Kindern das Spielen bei. Wer hätte das im Jahr 2026 gedacht.
Die größten Herausforderungen sind jedenfalls die schon erwähnte Gewaltneigung und Frauenfeindlichkeit sowie der bereits in der Volksschule wahrnehmbare Antisemitismus, der Einfluss des Islams und die in krassem Ausmaß mangelnden Deutschkenntnisse. Auf all das geht die Autorin ausführlich ein.
Zum Schluss bringt der Politikberater Andreas Ambros-Lechner sehr lesenswerte Vorstellungen davon, was die Schule 2030 braucht.
Aus wissenschaftlichen Untersuchungen wissen wir, dass der Lernrückstand der betroffenen Kinder zu Beginn der Volksschule bereits zwei Jahre beträgt und meist nicht mehr aufgeholt werden kann.
Das Buch stieß auf großes mediales Echo. Auch gab es Kritik, dass nur Negatives dargestellt wurde. Das stimmt und ist durchaus diskussionswürdig.
Fazit jedenfalls: Das System Schule muss völlig neu aufgestellt werden. Ob es in Österreich je dazu kommen wird? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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