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| ISBN | 9783727213465 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 03.06.2020 |
| Genre | Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) |
| Verlag | Stämpfli Verlag AG |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
Der Oberbefehlshaber der Armee im Zweiten Weltkrieg war ein Star zu Lebzeiten. In einem der schwärzesten Momente der Schweizer Geschichte, im Sommer 1940, als Frankreich zusammengebrochen und die Schweiz allein Hitler ausgeliefert war, tat er etwas Bemerkenswertes: Er zog die Armee in die Alpen zurück und baute hier, im Reduit, eine gigantische Festung.
Ob Guisan sich bewährt hätte, wenn die Deutschen wirklich angegriffen hätten: Es ist offen. Klar ist, dass er mit seinem Entscheid fürs Reduit alles getan hatte, was militärisch möglich war. Ob es die Deutschen abschreckte, wird sich nie mit Bestimmtheit sagen lassen. In der Geschichte ist es schwer genug, zu erklären, warum etwas geschehen ist. Zu begründen, warum ein Ereignis nicht eingetroffen ist, treibt den Historiker zur Verzweiflung. Immerhin, die Deutschen nahmen das Reduit wahr – und in ihren Berichten sprachen sie von einer 'schwer zu lösenden Aufgabe'.
Es war eine Notlösung, die vielen zu Anfang als sehr kurios erschien. Das Mittelland und die Familien aufzugeben, um die Gletscher zu verteidigen: Allein dank Guisan, der täglich dafür warb, erhielt bald fast die ganze Bevölkerung das Gefühl, die Schweizer Armee habe das Richtige getan. Angst blieb bestehen, dennoch fühlte man sich sicher, wenn dieser ältere Herr mit französischem Akzent auf Radio Beromünster alle zum Widerstand aufrief. Widerstand nach Schweizerart.
Hat Guisan die Schweiz gerettet? Was taugte das Reduit? Diese Biografie eines der bedeutendsten Schweizer der Moderne ist auch eine Geschichte der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Sie stellt alte Fragen, und sie gibt neue Antworten.
| ISBN | 9783727213465 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 03.06.2020 |
| Genre | Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) |
| Verlag | Stämpfli Verlag AG |
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Fritz Trümpi in FALTER 16/2010 vom 21.04.2010 (S. 16)
General Henri Guisan führte die Schweizer Armee im Zweiten Weltkrieg dergestalt, dass Deutschland davon abgehalten wurde, den kleinen Nachbarn anzugreifen – so der Mythos. Doch seit den 80ern trugen Historiker Guisans Reputation scheibchenweise ab: wirtschaftspolitische Erklärungen für den Nichtangriff rückten in den Vordergrund. Eine neue Biografie über den Schweizer General will diesen nun wieder auf den Olymp der helvetischen Lichtgestalten hieven. Autor ist Markus Somm, Vizechef der rechtskonservativen Weltwoche. Der anekdotische Ansatz des Buches sowie seine kluge Dramaturgie verleihen der Lektüre zwar durchaus Attraktivität. Doch Somms spitze Feder schreibt, was der schale Patriotismus nur zu gerne liest: zu viel des Guten über die Schweiz und ihre Bewohner. Er instrumentalisiert Guisan damit für politische Zwecke – und tut somit genau das, was er Historikern am entgegengesetzten politischen Pol stets vorwirft.

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