
Kirstin Breitenfellner in FALTER 12/2026 vom 18.03.2026 (S. 21)
Eigentlich fehlt dem kleinen Roboter nicht viel: nur eine kleine Schraube. Aber niemand scheint ihm helfen zu können. Und niemand vermag ihn zu trösten. Der Bär denkt, dass man einen Roboter ja nicht Huckepack nehmen kann. Der Hase nimmt an, dass ein Roboter keine Witze versteht, die Ente, dass er nicht planschen will. Und so weiter.
Auf den Doppelseiten stehen einander immer eine einfache Zeichnung und ein sehr elaboriertes Bild gegenüber. Der Roboter wirkt aber überall gleich knuffig. Zum Schluss tritt der Biber auf. Er schnitzt eine Schraube aus Holz. Und dann bittet ihn der kleine Roboter, ihn huckepack zu nehmen, ihm einen Witz zu erzählen oder mit ihm zu planschen. Die sympathische Parabel über die Hemmkraft von Vorurteilen stellt nicht die erste Kooperation des polnischen Erfolgsduos Przemysław Wechterowicz und Emilia Dziubak dar. Nach Bär, Eule, Frosch und Tiger wird auch ihr jüngster Held die Kinderherzen erobern. Gut, dass es noch viel mehr Tiere gibt.


