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| Reihe | Herbert Lackner - Zeitgeschichte |
|---|---|
| ISBN | 9783800078851 |
| Erscheinungsdatum | 06.03.2025 |
| Genre | Sachbücher/Geschichte/Zeitgeschichte (1945 bis 1989) |
| Verlag | Carl Ueberreuter Verlag |
| Sammlung | Besser lesen mit dem FALTER - Die Bücher zum Podcast Folge 101-150 |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Carl Ueberreuter Verlag GmbH produktsicherheit@ueberreuter.at |
Zeitgeschichte lebendig und ergreifend dargestellt - Die dramatische Geschichte des letzten Kriegsjahres!
Über das Jahr 1945 sind viele Bücher erschienen, aber dieses erzählt die dramatische Geschichte dieses letzten Kriegsjahres neu und packend.
Lesen Sie, wie jener Mann, der Bruno Kreisky vor dem KZ gerettet hat, 1945 zum Kriegsverbrecher wurde, wie ein NS-belasteter Arzt zum Retter des Wiener AKH wurde, warum der Regisseur Franz Antel 1945 im Zuchthaus saß, wie Oskar Werner mit seiner Familie vor der Roten Armee floh, und warum die berühmte Weihnachtsrede Leopold Figls eine Erfindung ist: Er hat 1945 gar keine Weihnachtsrede gehalten.
Herbert Lackner macht Geschichte lebendig – mit dramatischen Schicksalen und überraschenden Enthüllungen. Aber es ist auch sein persönlichstes Buch. Der Autor erzählt anhand von Tagesbuchnotizen seiner Eltern, wie junge Menschen die letzten Monate des Weltkriegs erlebt haben.
Zeitgeschichte lebendig und fesselnd erzählt, mit einfachen, „kleinen“ Geschichten, die sich zu einem großen Ganzen fügen und das Schicksalsjahr 1945 lebensnäher beschreiben als militärgeschichtliche oder polittheoretische Abhandlungen.
Aus dem Inhalt:
Jänner 1945 - Diese Zeit braucht Helden
Oberst Rudel bekommt einen Orden und verliert ein Bein – Die Wehrmachtsspitze schwört Hitler die Treue – Was sie in Auschwitz sehen, schockiert selbst kampferfahrene Rotarmisten
Februar 1945 - Haltet durch!
Ein sündteurer Propagandafilm soll Stimmung machen – Im Mühlviertel beteiligt sich die Bevölkerung an einer Menschenjagd – Budapest fällt, der Weg nach Wien ist frei
März 1945 - „Die Russen kommen!“
Wie sich Niederlagen im Wehrmachtsbericht lesen – Bomben auf die Wiener Innenstadt – Todesmarsch quer durch Österreich – Hauptmann Kirchschläger im Fronteinsatz – ein Fußballmatch im Prater
1. bis 15. April 1945 - Das blutige Ende
Ein Kriegsverbrecher soll Wien verteidigen – Oskar Werner flieht mit seiner Familie durch den Wienerwald – Im Wiener AKH rutscht ein bekannter Arzt eher zufällig in eine Heldenrolle – Die SS flieht, Wien ist frei
16.- 30. April 1945 - Herr Prikryl wird Wiener Bürgermeister
Die ersten Tage nach der Befreiung – Attnang-Puchheim erleidet ein „Dresden-Schicksal“ – Franz Antel verlässt das Gefängnis. Aber warum war er drinnen? – Prominente Künstler begehen Selbstmord
Mai 1945 - Fluchtpunkt „Alpenfestung“
Salzburg, Linz und Innsbruck werden kampflos übergeben – Nazi-Größen versuchen, sich und ihre Beute im Ausseerland zu verstecken – Drama am Polarkreis: Ein späterer Sektionschef erschießt Vorgesetzten – Der Krieg ist vorbei
Juni 1945 - Der Kriegsverbrecher, der Kreisky rettete
Wie „der Sepp“ zum Täter wurde – Der tot geglaubte Altbürgermeister Seitz wird aufgefunden – Das süße Leben der Familie Blaschke
Juli 1945 - Junge Juden auf Nazi-Suche
Selbstjustiz in den Hohen Tauern – Otto Habsburg agitiert in den USA gegen die Regierung Renner – Es gibt jetzt Besatzungszonen
August 1945 - „Als Hitler in meinen Armen lag ...“
Die merkwürdige Karriere des Heinrich Schneidmadl – Die SPÖ will ihre vertriebenen Genossen nicht wirklich zurückholen – Ein Ballettstar irrt durch die burgenländischen Wälder – Die Atombombe wird bewundert
September 1945 - Die neuen Politiker werden durchleuchtet
US- Historiker befragen Renner und Figl und sind danach etwas schockiert – Wie der Karl Marx-Hof seinen Namen zurückbekam – In Ostösterreich herrscht Hungersnot: 300 Kalorien pro Tag in Wiener Neustadt
Oktober 1945 - Lebt Hitler?
Japan erwog einen Befreiungsplan für den „Führer“ – Für viele Frauen nimmt der Schrecken kein Ende – Ein seltsamer Wahlkampf
November 1945 - Ein Prozess wie kein anderer
Nürnberg: Literaten als Reporter – Der „Schlurf“ bleibt ein Feindbild – Die ÖVP räumt bei den Wahlen ab. Der neue Star: Leopold Figl
Dezember 1945 - Die Weihnachtsrede, die nie gehalten wurde
Leopold Figl hielt am 24. Dezember 1945 gar keine Rede – aber der durch einen kleinen Schwindel geschaffene Mythos ist sehr schön
| Reihe | Herbert Lackner - Zeitgeschichte |
|---|---|
| ISBN | 9783800078851 |
| Erscheinungsdatum | 06.03.2025 |
| Genre | Sachbücher/Geschichte/Zeitgeschichte (1945 bis 1989) |
| Verlag | Carl Ueberreuter Verlag |
| Sammlung | Besser lesen mit dem FALTER - Die Bücher zum Podcast Folge 101-150 |
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Barbaba Tóth in FALTER 18/2025 vom 30.04.2025 (S. 19)
Im Jänner 1945 wartet die Wiener Backwarenverkäuferin Anni Bäuml, 17, darauf, dass sich ihr um ein Jahr jüngerer Verehrer Josef Kainz von der Front meldet. Sie schreiben sich Briefe. Josef ist in Sachsen stationiert, im Osten Deutschlands, er wurde einer Panzer-Nahkampftruppe zugeteilt, die den Vormarsch der Roten Armee stoppen soll. Jeder, der eins und eins zusammenzählen konnte, wusste, dass das Deutsche Reich den Zweiten Weltkrieg nicht mehr gewinnen konnte. "Hoffe, dass Du mich ein wenig lieb hast und mir treu sein willst", schreibt Josef an Anni.
Die Geschichte seiner Eltern Anni und Josef ist eine von vielen aus dem Leben der "einfachen Leute", die der Historiker und Journalist Herbert Lackner für sein neues Buch "1945. Schwerer Start in eine neue Zeit" aufgeschrieben hat. Geschickt verwebt Lackner, Jahrgang 1950, langjähriger Chefredakteur des Profil und inzwischen Autor zahlreicher historischer Sachbücher, die Schicksale von normalen Menschen mit jenen von prominenten Helden und Anti-Helden. Zu den Anti-Helden gehören jene Zivilisten, die Anfang Februar 1945 im Mühlviertel auf Geheiß der SS 500 entflohenen KZ-Häftlingen nachstellen und sie ermorden. Das Blutbad, das später unter dem zynischen Begriff "Mühlviertler Hasenjagd" in die Zeitgeschichte einging, ist eines der grausamsten Endphasen-Verbrechen. Nur drei Bauernfamilien weigern sich, bei der Hetzjagd mitzumachen, und verstecken Flüchtlinge.
Zwölf Monate des Jahres 1945, erzählt in zwölf Kapiteln als Geschichte von oben und unten zugleich: Solche Collagen, die ihren Reiz daraus gewinnen, die Gleichzeitigkeit von Ereignissen, die nichts miteinander zu tun haben, im Rückblick zu rekonstruieren, liegen im Trend. Zu Recht, durchbrechen sie doch das autoritäre Erzählen und die daran geknüpfte Vorstellung, die Geschichte folge einem bestimmten Ziel und das Handeln ihrer Akteure sei in sich logisch.
Der Fokus auf das Jahr 1945 im Gedenkjahr 2025 ist nicht überraschend. Manche Zeitzeugen, die berichten können, leben noch. Im Wien Museum ist aktuell eine Schau zu sehen, die das erste Jahrzehnt nach Kriegsende, von 1945 bis 1955, erzählt, darunter kommen Altbundeskanzler Franz Vranitzky und die Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi zu Wort ("Kontrollierte Freiheit. Die Alliierten in Wien").
Österreichs problematischer Umgang mit seiner Vergangenheit ist in den letzten drei Jahrzehnten, in der Folge des Waldheim-Skandals, aufgearbeitet worden. Die Frage, warum das Land sich viel zu lange nur als Opfer der Nazis gesehen und seine Täter-Mitschuld verdrängt hat, ist erschöpfend erklärt. Das Land ist zum ersten Mal im Zuge von Jubiläumsfeierlichkeiten sozusagen auf Augenhöhe mit seiner Geschichte. Das gibt freie Sicht auf das Schlüsseljahr 1945 und seine vielen Implikationen auf die Gegenwart.
Wie in jedem guten historischen Sachbuch dekonstruiert Lackner in seiner rasanten Jahreskreis-Reportage auch ein paar Mythen. So war die berühmte Weihnachtsrede 1945, die der damalige ÖVP-Kanzler Leopold Figl hielt ("Ich kann euch zu Weihnachten nichts geben, kein Stück Brot, keine Kohle zum Heizen, kein Glas zum Einschneiden. Wir haben nichts. Ich kann euch nur bitten, glaubt an dieses Österreich!"), eine geschickte, durchaus nationalistische Re-Inszenierung. Die beiden konservativen Journalisten Hans Magenschab und Ernst Wolfram Marboe ließen sie Figl knapp vor seinem Tod einsprechen. Nicht im Dezember 1945, sondern 1965.

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