Politische "Klassiker" der Neuen Rechten

Antidemokratische Denker aus der Weimarer Republik
208 Seiten, Taschenbuch
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ISBN 9783801206789
Erscheinungsdatum 07.10.2025
Genre Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Verlag Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH
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Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH
Dreizehnmorgenweg 24 | DE-53175 Bonn
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Kurzbeschreibung des Verlags

Einflussreiche antidemokratische Denker gab es bereits in der Weimarer Republik. Dazu gehörten Edgar Julius Jung und Ernst Jünger, Arthur Moeller van den Bruck und Ernst Niekisch, Carl Schmitt und Oswald Spengler. Trotz mancher ideologischer Differenzen – agitiert gegen die liberale Demokratie haben sie alle. Aufklärung und Individualität, Menschenrechte und Pluralismus lehnte man mit großer Wortgewalt ab. Auch heute noch gibt es Anhänger dieser "Klassiker", insbesondere bei den intellektuellen Rechtsextremis-ten der Neuen Rechten. Blickt man auf die Autoren, offenbaren sich antidemokratische Gesinnungen, frei nach dem Motto: "Sage mir, auf wen Du dich berufst und ich sage Dir, wo Du stehst."
Auch auf die AfD wirken die erwähnten »Klassiker« und finden dort ideologische und politische Zustimmung. Ihr autoritäres Gedankengut kann so auch hundert Jahre später noch seine antidemokratische Relevanz entfalten. Man sollte daher diese ideologischen Auffassungen kennen und sie einer kritischen Reflexion unterziehen.

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FALTER-Rezension

Das Denken der Rechten

Robert Misik in FALTER 5/2026 vom 28.01.2026 (S. 23)

Eine neue Generation von Neonazis ist entstanden, zugleich hat sich ein Milieu der radikalen Neuen Rechten verhärtet, das immer stärker in die FPÖ hineinwirkt -das hat gerade der aktuelle "Rechtsextremismusbericht" im Auftrag von Innen-und Justizministerium verdeutlicht. Insbesondere die Netzwerke der Neuen Rechten sind von Denkern geprägt, die in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts und hier vor allem in der Weimarer Republik schon große Nummern waren und später dann vor allem in oder im Umfeld der NSDAP landeten. Armin Pfahl-Traughber, seit Jahrzehnten der Experte für die ultrarechte Szene schlechthin, hat nun in einem lesenswerten Band "Politische 'Klassiker' der Neuen Rechten" porträtiert. Wer verstehen will, auf welche "Denker" sich die neue Rechte bezieht, findet hier einen exzellenten Überblick.

Da geht es von Arthur Moeller van den Bruck, dessen Diktum lautete, "an Liberalismus gehen die Völker zu Grunde", über Oswald Spengler ("Untergang des Abendlandes") und dem "Nationalbolschewiken" Ernst Niekisch bis zu den beiden Säulenheiligen der Neuen Rechten, Carl Schmitt und Ernst Jünger. Schmitt, brillanter Jurist, war von Beginn an ein ordnungsfanatischer Anhänger autoritären Regierens und wurde nach Hitlers Machtübernahme "Kronjurist" der Nazis genannt. "Der Führer schützt das Recht", legitimierte er noch schlimmsten Machtmissbrauch. Heute zählt Schmitt zur Standardlektüre der US-Rechten, Peter Thiel nennt sich Schmittianer. Jünger wiederum, später auch in der Bundesrepublik verehrt, startete seine Karriere beim Völkischen Beobachter. Seine Arbeiten feierten Soldatentum, Krieg, das Verwegene, priesen das Harte, verachteten die Verweichlichung. Hass auf "den Westen", Liebe zur "Tiefe" der deutschen Kultur, teilweise "Russophilie", Verachtung von Demokratie und Sehnsucht nach Cäsarismus, Faszination von Gewalt -all das verbindet die heterogenen Gewährsleute der Neuen Rechten.

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