Der Englische Garten

Eine Reise durch seine Geschichte
€ 19.6
Lieferung in 2-5 Werktagen
-
+
Kurzbeschreibung des Verlags:

Noch heute werden unsere Vorstellungen von einer schönen Landschaft durch das Bild einer idealen Natur bestimmt, das die Englischen Gärten des achtzehnten Jahrhunderts entwarfen.
Hans von Trothas Reise in die Geschichte des Englischen Gartens führt in zwölf der bedeutensten, originellsten und schönsten Parks Großbritanniens, die man alle noch heute besuchen kann. Unterwegs erfahren wir, wie die neue Gartenkunst aus dem Geist politischer Opposition entstand und was es mit den nachgebauten griechischen Tempeln und gotischen Ruinen auf sich hat.
Das Vorwort gibt einen historischen Abriss der Anfänge des Englischen Gartens, der Anhang einen Überblick über die wichtigsten Nachfolgegärten in Deutschland.
Ob zuhause auf dem Sofa oder auf einer englischen Parkbank: eine Englandkarte, Stiche und Gartenpläne helfen nicht nur der Orientierung, sondern auch der Phantasie.

weiterlesen
FALTER-Rezension

Weihnachten 1938 begann an der Küste Südafrikas das letzte Märchen der Zoologie. Es handelt von einem Fisch, der als seit 70 Millionen Jahren ausgestorben galt - bis ein fangfrisches Exemplar im Museum von East London abgeliefert wurde. Die Erforschung der auferstandenen Spezies verlief chaotisch, weiß die britische Journalistin Samantha Weinberg in "Der Quastenflosser" zu erzählen, schließlich waren alle wichtigen Beteiligten Exzentriker. J.L.B. Smith zum Beispiel hetzte 14 Jahre lang die Ostküste Afrikas entlang, ehe endlich Exemplar Nr. 2 auftauchte. Hans Fricke, ein weiterer Besessener, türmte 1961 aus der DDR, weil er davon ausging, der sozialistische Staat hindere seinen Forscherdrang. Zu Recht. Was hätte der DDR ein Quastenflosser bedeuten sollen? Fricke investierte Millionen in die Konstruktion eines speziell für die Beobachtung des lebenden Fossils zugeschnittenen U-Bootes. Als damit 1987 die ersten Filmaufnahmen gelangen, war er bereits entnervt nach Europa zurückgekehrt.

"Der Quastenflosser" steht in einer unterhaltsamen Tradition. In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts gehörte es in Großbritannien zum guten Ton, humoreske Biografien jener Vorfahren zu verfassen, die es sich leisten konnten, sich durch extrovertiertes Benehmen zu ruinieren. Lytton Strackey (1880-1932) war ein Meister dieses Genres. Acht biografische Kostproben versammelt "Das Leben, ein Irrtum", darunter seine Porträts von David Hume, dem Meister des Dilettantismus. Der schmale Band macht Appetit.


Weihnachten 1938 begann an der Küste Südafrikas das letzte Märchen der Zoologie. Es handelt von einem Fisch, der als seit 70 Millionen Jahren ausgestorben galt - bis ein fangfrisches Exemplar im Museum von East London abgeliefert wurde. Die Erforschung der auferstandenen Spezies verlief chaotisch, weiß die britische Journalistin Samantha Weinberg in "Der Quastenflosser" zu erzählen, schließlich waren alle wichtigen Beteiligten Exzentriker. J.L.B. Smith zum Beispiel hetzte 14 Jahre lang die Ostküste Afrikas entlang, ehe endlich Exemplar Nr. 2 auftauchte. Hans Fricke, ein weiterer Besessener, türmte 1961 aus der DDR, weil er davon ausging, der sozialistische Staat hindere seinen Forscherdrang. Zu Recht. Was hätte der DDR ein Quastenflosser bedeuten sollen? Fricke investierte Millionen in die Konstruktion eines speziell für die Beobachtung des lebenden Fossils zugeschnittenen U-Bootes. Als damit 1987 die ersten Filmaufnahmen gelangen, war er bereits entnervt nach Europa zurückgekehrt.

"Der Quastenflosser" steht in einer unterhaltsamen Tradition. In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts gehörte es in Großbritannien zum guten Ton, humoreske Biografien jener Vorfahren zu verfassen, die es sich leisten konnten, sich durch extrovertiertes Benehmen zu ruinieren. Lytton Strackey (1880-1932) war ein Meister dieses Genres. Acht biografische Kostproben versammelt "Das Leben, ein Irrtum", darunter seine Porträts von David Hume, dem Meister des Dilettantismus. Der schmale Band macht Appetit.

Hans von Trothas Reise durch die Geschichte des "Englischen Gartens" wäre ein passender Nachtisch. Zwölf Parklandschaften hat Trotha in ihrem ursprünglichen Zustand rekonstruiert. Glanzstück des Kuriosen ist laut Trotha der Garten von Blenheim: John Vandbrugh errichtete darin 1708 die damals größte Brücke des Landes. Leider war der Fluss unter ihr nur zwei Meter breit. Bauherrin Lady Sarah veranlasste daraufhin, ihn auf 30 Meter Breite aufzustauen. Sie war keine Exzentrikerin.

Martin Droschke in Falter 47/1999 vom 26.11.1999 (S. 68)

weiterlesen
Produktdetails
Mehr Informationen
ReiheSalto
ISBN 9783803111807
Erscheinungsdatum 11.03.2021
Umfang 144 Seiten
Genre Reisen/Reiseberichte, Reiseerzählungen/Europa
Format Hardcover
Verlag Wagenbach, K
Diese Produkte könnten Sie auch interessieren:
Alan Bennett, Ingo Herzke
€ 20,60
Margit Knapp, Maria Carmen Morese
€ 20,60
Paul McVeigh
€ 20,60
Alice Vollenweider
€ 20,60
Françoise Sagan, Eva Brückner-Pfaffenberger
€ 20,60
Frédéric Chaudière, Sonja Finck
€ 20,60
Pier Paolo Pasolini, Annette Kopetzki u.a.
€ 18,50
Susanne Müller-Wolff
€ 18,50