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| Reihe | Allgemeines Programm - Sachbuch |
|---|---|
| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur |
| ISBN | 9783803137654 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 12.03.2026 |
| Größe | 21.5 x 13.5 cm |
| Verlag | Wagenbach, K |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag Klaus Wagenbach GmbH Emser Str. 40/41 | DE-10719 Berlin mail@wagenbach.de |
Im Alter von 13 Jahren verzichtete Aby auf seine Rolle als Erbe des Warburg-Bankhauses unter der Bedingung, dass sein jüngerer Bruder ihm zeitlebens alle Bücher kauft, die er haben möchte. Wider Erwarten sollte dieser jüdische Außenseiter, feingeistig und körperlich fragil, zu widerspenstig, um die akademische Disziplin zu akzeptieren, den Grundstein für die moderne Kunstgeschichte legen. Hönes folgt dem Lebensweg von frühen studentischen Arbeiten, die bereits Ansätze kompromissloser Originalität im Denken zeigen, über die erste Florentiner Zeit, die Reisen in Amerika, die Ehe mit der Künstlerin Mary Hertz, sein fortgesetztes Interesse an der Renaissance, den Aufenthalt im Kreuzlinger Sanatorium Binswanger bis hin zur Arbeit am Vortrag »Schlangenritual« mit Fritz Saxl und am Bilderatlas »Mnemosyne« mit Gertrud Bing. Mit vielen Abbildungen, etwa Auszügen aus den Notizbüchern und Arbeitsentwürfen.
| Reihe | Allgemeines Programm - Sachbuch |
|---|---|
| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur |
| ISBN | 9783803137654 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 12.03.2026 |
| Größe | 21.5 x 13.5 cm |
| Verlag | Wagenbach, K |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag Klaus Wagenbach GmbH Emser Str. 40/41 | DE-10719 Berlin mail@wagenbach.de |
Thomas Leitner in FALTER 34/2026 vom 19.08.2026 (S. 30)
Sein Leben würde "eine schöne Erinnerung" werden, meinte Aby Warburg (1866-1929) einmal. Der vielseitige Denker und Bibliotheksgründer aus einer Hamburger Bankiersfamilie wurde lange als heroischer Außenseiter verehrt, was gut zu diesem Schöpfer des Begriffs der Pathosformel passte: Warburg zeigte damit, wie Künstler epochenübergreifend ähnliche Bilder für starke Emotionen verwendeten.
Der Kunsthistoriker Hans Christian Hönes legt behutsam den "Mann hinter dem Mythos" frei. Statt eines genialischen Einzelgängers ersteht eine zentrale Figur der Disziplin Kunstgeschichte: Diese hebt sich im späten 19. Jahrhundert von der humanistischen Kulturgeschichte ab und öffnet sich Ende des 20. Jahrhunderts interdisziplinär in Richtung Cultural Studies -mitten in diesem Fluss steht Warburg.
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