Die SED Diktatur

Essays zu Politik, Kultur und Film in der DDR
206 Seiten, Taschenbuch
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Reihe Berichte aus der Politik
ISBN 9783819103582
Erscheinungsdatum 24.11.2025
Genre Politikwissenschaft
Verlag Shaker
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Shaker Verlag GmbH
Am Langen Graben 15a | DE-52353 Düren
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Kurzbeschreibung des Verlags

Die kommunistische Parteidiktatur in der DDR bestand 40 Jahre; begründet nicht durch Revolution, sondern Okkupation, bestand sie, weil und solange die Sowjetunion sie wollte und stützte. Auch nach ihrem Sturz 1989 gehen die Gespenster dieser Vergangenheit um in Deutschland. Die kommunistische Partei, eine Art politischer Proteus, ist noch immer ein wichtiger Akteur auf der politischen Bühne der Bundesrepublik.
Die Essays dieses Bandes sind Beiträge zur Kritik kommunistischer Ideologie und Herrschaft. Ein Schwerpunkt bildet die Rekonstruktion des Selbstbildes des Kommunismus als heroischer Emanzipationsbewegung. Zentral ist dabei die Kritik der geschichtsmetaphysischen Erhebung der Arbeiterklasse zum handelnden Subjekt der Geschichte sowie die Vorstellung vom „historischen Auftrag“, den sie zu erfüllen habe. Als besonders bedeutsam erweist sich dabei die Verknüpfung mit „dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist ...“ (Marx). Aus diesem „Imperativ“ lässt sich zwanglos eine moralische Ontologie der Zwecke ableiten; sie bietet eine fortdauernde Grundlage für die beanspruchte historische Dignität der kommunistischen Gewaltherrschaft.
Die Kritik der medialen Erzeugnisse der DDR-Kulturindustrie, deren Grundlage in eben dieser historisch-moralischen Überlegenheit als dem gemeinsamen Sinnfundament von Politik und Kultur bestand, bildet einen weiteren Schwerpunkt. Analysiert werden am Exempel mehrerer DEFA-Filme (u.a. „Die Architekten“, „Einer trage des Anderen Last“, „Der geteilte Himmel“) die in der Herrschaftsgeschichte sichtbar werdende Problematik der Differenz von Weltzeit und Lebenszeit sowie die Thematisierung von Hoffnungslosigkeit und Heimatlosigkeit als Indikatoren einer Erosion der Macht.

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