Gregs Tagebuch 11 - Alles Käse!

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Kurzbeschreibung des Verlags:


Greg steht mächtig unter Druck. Seine Mom möchte unbedingt, dass er sich ein Hobby sucht, um "seinen Horizont zu erweitern". Aber das Einzige, was Greg wirklich gut kann, ist Videospiele spielen. So ein Käse! Doch als Greg im Keller eine alte Videokamera findet, hat er die Idee: Zusammen mit seinem besten Freund Rupert will er einen Horrorfilm drehen und allen beweisen, was für ein großes Talent in ihm steckt. Sein Ziel: eines Tages reich und berühmt zu werden. Aber ob der Plan wirklich aufgeht?

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FALTER-Rezension

Jetzt reicht’s – noch nicht!

In Gregs Tagebuch 11 liefert Jeff Kinney einmal mehr Galgenhumor

Greg ist wieder mächtig unter Druck. Angeblich passt seine verstorbene Oma vom Himmel aus immer auf ihn auf. Und es gibt doch Momente, da braucht er seine Privatsphäre. Auch war er manchmal ganz schön gemein zu Nana, „an ihrer Stelle wäre es mir ziemlich EGAL, ob mir was passiert oder nicht“. Auf dem nächsten Bild informiert Greg Nana, dass er jetzt die Straße überquert – und tatsächlich schaut Nana auf ihrer Wolke weg, ein „Ich weiß von nichts“-Pfeifen auf den Lippen.
Mit „Alles Käse“ ist am 4. November der elfte Band aus der Bestseller-Reihe „Gregs Tagebuch“ erschienen. Gut 180 Millionen Exemplare der Reihe hat US-Autor Jeff Kinney (45) bisher verkauft. Selbst Büchermuffel rezitieren auf dem Schulhof die lustigsten Passagen. Das „Wimpy Kid“, wie es in den Originaltiteln heißt (wimpy: kümmerlich, schwächlich) machte seinen Erfinder zum zweitbestverdienenden Autor der Welt - hinter Krimiautor James Patterson und vor Harry Potter-Frau J. K. Rowling. Das Time-Magazine zählte ihn zu den hundert einflussreichsten Menschen überhaupt.

Mehrere Versuche
Eigentlich wollte Jeff Kinney Zeitungscartoonist werden. Als Student entwickelte er für die Campuszeitung eine Comicserie, hatte zunächst aber wenig Erfolg damit. Stattdessen wurde er Programmierer, in der Freizeit zeichnete er seine Kindheitserinnerungen auf: in Form eines Tagebuchs, dazwischen gekritzelte Cartoons.
Dann traf er den Verleger Charles Kochman, der begeistert war. Und doch erwartete den Autor ein kleiner Schock: „Acht Jahre lang dachte ich, ich schriebe ein Buch für Erwachsene, das nostalgisch auf die Kindheit zurückschaut“, erzählte Kinney dem Time-Magazine. „Dann informierte mich mein Verleger: Du hast ein Kinderbuch geschrieben.“
Kinney ist selbst nicht gerade der geborene Erfolgsmensch, dem das Leben immer in die Karten spielt. Vielleicht konnte er nur so in solch unmögliche Situationen stolpern, nur so seinen feinen Galgenhumor entwickeln.
Offenbar besteht Bedarf für Antihelden, wie er sie zeichnet. Geschichten darüber, dass jeder es schaffen kann, wenn er oder sie nur beharrlich genug und so weiter, gibt es zuhauf. Aber eine Figur, die weder besonders begabt noch beliebt ist, jedoch unbeirrt ständig Ideen wälzt und umsetzt (und wieder auf die Nase fällt): Das kann man brauchen.
„Von Idioten umzingelt“ hieß der erste Greg-Band, und viele Kinder verliebten sich sofort in den etwa zwölfjährigen Pechvogel. Mit seinen Nöten in der Schule, mit Mädchen und mit seinem älteren und dem Kindergartenbruder. Geschwisterkinder finden sich in den Szenen wieder: Die jüngeren, wie sie von den älteren drangsaliert werden. Die älteren, wie ihre Vergehen immer schwerer wiegen als die der Kleinen, Süßen.
Gerade weil Greg ursprünglich eben nicht für Kinder geschrieben wurde, sind manche Gags ganz schön gemein. Greg kann sehr berechnend seinen Freunden gegenüber sein, und ohne zu zögern schiebt er die Schuld für Vergehen anderen in die Schuhe. Noch ein Geheimnis: Auch Eltern lesen gern mit. Wer fühlt sich nicht ertappt bei dem Gefühl, dass bei einem selbst, anders als im Familienhochglanzmagazin, immer alles in Chaos und Verderben endet?

Waldhorn, Horrorfilm, Kryonik
Die Sorge, ein Comicroman könnte literarisch nicht wertvoll genug sein, ist verständlich, aber vernachlässigbar. Kinney zeigt, wie man zuspitzt, Spannung aufbaut, Schmäh führt. Und dann die thematische Bandbreite: Weil seine Eltern wollen, dass er kreativer ist, versucht Greg sich in Band 11 am Waldhorn, dreht einen Horrorstreifen und beschäftigt sich mit Kryonik, also der Möglichkeit, sich einfrieren und wieder auftauen zu lassen.
Tausend Jahre will er eingefroren bleiben, „denn dann wird es wirklich RICHTIG interessant“. Länger aber nicht, wer weiß, „wie weit sich die Menschen bis dahin entwickelt haben“: Sonst endet er am Ende noch als Schauobjekt im Zoo.

Gerlinde Pölsler in Falter 45/2016 vom 11.11.2016 (S. 43)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ReiheGregs Tagebuch
ISBN 9783833936524
Ausgabe 3. Aufl. 2016
Erscheinungsdatum 04.11.2016
Umfang 224 Seiten
Genre Kinder- und Jugendbücher/Jugendbücher ab 12 Jahre
Format Hardcover
Verlag Baumhaus
Empf. Lesealter ab 10 Jahre
Übersetzung Dietmar Schmidt
Illustrationen Jeff Kinney
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