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| Reihe | Systemische Horizonte |
|---|---|
| ISBN | 9783849700362 |
| Erscheinungsdatum | 07.02.2023 |
| Genre | Philosophie/Östliche Philosophie |
| Verlag | Carl-Auer Verlag GmbH |
| Lieferzeit | Lieferbar in 14 Werktagen |
Konstruktivistische Ideen und buddhistische Lehre haben mehr gemeinsam als allgemein gedacht. Werner Vogd zeigt jene Gemeinsamkeiten auf, die sich von anderen philosophischen oder religiösen Anschauungen radikal unterscheiden. Er macht dies an drei Leitgedanken fest:
1. Der Versuch, sich selbst zu finden, führt in die Irre. In uns ist letztlich nichts anderes zu finden als Projektionen, die verschleiern, dass es das Selbst als isolierbaren Wesenskern nicht gibt.
2. Konstruktivismus und Buddhismus weisen den Anspruch zurück, aus unseren Erfahrungen eine absolute Wahrheit oder eine explizite Sinngebung abzuleiten. Maturana und Varela sprechen von der Zwecklosigkeit aller biologischen Formen, die buddhistische Lehre betont immer wieder die Essenz- und Substanzlosigkeit all unseres sinnlichen Erlebens.
3. In der rational nicht greifbaren Basis unseres Seins zeigt sich jedoch eine unerwartete Tiefendimension. Jenseits äußerlicher Vorschriften und Regeln offenbart sich im menschlichen Sein eine implizite Ordnung: Mitgefühl und Liebe.
In diesem Sinne kann der Dialog zwischen Buddhismus und Konstruktivismus für alle Partner ein Nachhausekommen bedeuten. Wir lernen, in einer Welt ohne Grund heimisch zu werden, und beginnen, unser Leben als Praxis oder als Übung zu begreifen. Diese Übung ist die Übung schlechthin: Es geht um die Kunst des Lebens als Kultivierung der Fähigkeit, das Geschenk der Vergänglichkeit annehmen zu können und auf einer tiefen Ebene glücklich zu sein.
| Reihe | Systemische Horizonte |
|---|---|
| ISBN | 9783849700362 |
| Erscheinungsdatum | 07.02.2023 |
| Genre | Philosophie/Östliche Philosophie |
| Verlag | Carl-Auer Verlag GmbH |
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Sebastian Kiefer in FALTER 15/2016 vom 13.04.2016 (S. 30)
Buddhismus ist im Westen allgegenwärtig. Nur die wenigsten wissen aber, dass wir meist Varianten einer Erneuerungsbewegung des späten 19. Jahrhunderts präsentiert bekommen, die auf Erleuchtung durch Meditation aus war. Das frühbuddhistische System war dem Soziologieprofessor Werner Vogd zufolge eine philosophische Erkenntnislehre.
Es ist eine Pioniertat, ostasiatische Lehren einmal nicht den „Weisheitslehren“ zuzuordnen und somit aus dem ernsthaften erkenntnistheoretischen Diskurs auszugrenzen. Vogd bietet aber ein Sammelsurium von Theoremen der Neurobiologie, Neurophänomenologie, Wahrnehmungstheorie, Linguistik auf, um seine These von der autopoetischen, rein konstruktiven Natur dessen, was uns als Welt und Selbst erscheint, zu belegen. Mit jedem Schritt macht er sich angreifbarer – dass er zu Generalisierungen neigt, macht sein Buch nicht überzeugender.

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