Requiem für Anton P.
Ein Postskriptum

von Othmar Eiterer, Richard Pils

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Verlag: Bibliothek der Provinz
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Erzählende Literatur
Umfang: 176 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.01.1998

Rezension aus FALTER 24/1999

Zum Jubiläum "10 Jahre Bibliothek der Provinz" findet am 23. Juli in der Alten Schmiede ein Leseabend statt. Vier Autoren werden ihre Bücher vorstellen, Richard Pils wird über die Verlagsgeschichte sprechen. Manfred Chobot wird aus den Erzählungen "Stadtgeschichten" lesen, einer Sammlung von gut hundert Begebenheiten aus dem Alltag der Stadt Wien. Chobot legt über die Stadt eine erzählerische Landkarte und entdeckt Orte und Menschen, die sonst nirgends aufscheinen. "Geh heim und vergiß alles" ist zum 70. Geburtstag der prominenten Jugendbuchautorin Käthe Recheis von Pils neu verlegt worden. 1964 unter dem Titel "Das Schattennetz" erschienen, erhielt sie dafür den Österreichischen Staatspreis für Jugendliteratur. Das erste Buch von Recheis erzählt, wie sie während der NS-Zeit mit 17 Jahren als Krankenschwester in dem Lager arbeitete, das ihr Vater, der Gemeindearzt, betreute.

Othmar Eiterer, ein gebürtiger Salzburger, Jahrgang 1937, setzt in "Requiem für Anton P." einem Vater und seinem behinderten Sohn ein Denkmal. Bevor sich der Vater am Karfreitag des Jahres 1944 erschießt, vergiftet er seinen Sohn, um ihn nicht den Häschern des Regimes ausliefern zu müssen. "Like a flitterin fleur ye canna hear" ist Schottisch und heißt auf Wienerisch "Wia r a bleankaznds Bleamal mit buntschwoaze Aung". Nachzulesen in dem Gedicht "Day an' Nicht" des Dichters William Soutar.

Zum Jubiläum "10 Jahre Bibliothek der Provinz" (siehe Artikel nebenan) findet am 23. Juli in der Alten Schmiede ein Leseabend statt. Vier Autoren werden ihre Bücher vorstellen, Richard Pils wird über die Verlagsgeschichte sprechen. Manfred Chobot wird aus den Erzählungen "Stadtgeschichten" lesen, einer Sammlung von gut hundert Begebenheiten aus dem Alltag der Stadt Wien. Chobot legt über die Stadt eine erzählerische Landkarte und entdeckt Orte und Menschen, die sonst nirgends aufscheinen. "Geh heim und vergiß alles" ist zum 70. Geburtstag der prominenten Jugendbuchautorin Käthe Recheis von Pils neu verlegt worden. 1964 unter dem Titel "Das Schattennetz" erschienen, erhielt sie dafür den Österreichischen Staatspreis für Jugendliteratur. Das erste Buch von Recheis erzählt, wie sie während der NS-Zeit mit 17 Jahren als Krankenschwester in dem Lager arbeitete, das ihr Vater, der Gemeindearzt, betreute.

Heidi Prüger hat "Seeds in the Wind", die "Poems in Scots for Children", unter dem Titel "Distln im Wind" ins Wienerische übertragen. Die "Gedichtln fia Gschroppen und Grauschibln" waren ein Verkaufserfolg, für Pils ist das eines jener Phänomene, denen er mit seinem Programm öfters begegnet: "Ein unbekannter schottischer Dichter, übersetzt ins Wienerische - ein Markträtsel."

Wolfgang Paterno in FALTER 24/1999 vom 18.06.1999 (S. 70)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Geh heim und vergiss alles (Käthe Recheis, Marius Huszar)
Distln im Wind / Seeds in the Wind (William Soutar)
Stadtgeschichten (Manfred Chobot, Manfred Horvath, Richard Pils)

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