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| Reihe | Hanne Römer |
|---|---|
| Themen | Belletristik |
| ISBN | 9783854155621 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 08.09.2017 |
| Größe | 21 x 14 cm |
| Verlag | Ritter Klagenfurt |
| Lieferzeit | Lieferung in 3-10 Werktagen |
„im grünen“ versammelt Serien von zweizeiligen poetischen Gebilden, die aus einem de/konstruktiven Verfahren gewonnen wurden: Es entsteht, was stehen bleibt, pointiert die unter .aufzeichnensysteme firmierende Autorin die Genese ihrer Decollage. Destilliert aus umfangreichen von .aufzeichnensysteme hergestellten (journalartigen) Prosatexten wurde das Material nach seiner Eignung ausgewählt, Potential als Projektionsfläche zu entfalten. Strukturiert nach „datum“, „zeit“, „wasser“, „luft“ und „temperatur“ – gleichsam den Richtgrößen für einen Freibadbesuch –, gehen die ausgebreiteten Bruchstücke Allianzen ein, ohne dass bestimmte Begriffe hervorstechen. Nicht nur der unaufgeregte Ton gemahnt an Traditionen fernöstlicher Dichtung: Abgelöst aus ihren Kontexten erzeugen die collagierten Partikel bis ins Äußerste reduzierte Mikroerzählungen. Naturwahrnehmungen, Betrachtungen von Alltagsdingen und reflexive Einsprengsel erscheinen als dialektische Walnusshälften oder als Schalen ohne metaphorischen Kern. Solche Gestaltungsweisen forcieren ein für den Leser gleich inspirierendes wie meditatives Spiel mit Sinnreservoirs opaker Ausgangstexte und neuen Potenzen, die jeweils eigene Erfahrungen wachzurufen vermögen. Mit „im grünen“ entwickelt .aufzeichnensysteme eine fluide Form der Kurzschrift, die Abgründe der Gegenwart nicht durch vorschnelle Sinnstiftung kaschiert, sondern in dichterischer Immanenz erfahrbar macht.
| Reihe | Hanne Römer |
|---|---|
| Themen | Belletristik |
| ISBN | 9783854155621 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 08.09.2017 |
| Größe | 21 x 14 cm |
| Verlag | Ritter Klagenfurt |
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Lydia Haider in FALTER 48/2017 vom 29.11.2017 (S. 42)
Es stellt sich zuerst die Frage, ob und wie für das vorliegende Werk die Autorenschaft geklärt werden muss und wer sich hinter .aufzeichnensysteme verbirgt. Doch bereits beim Lesen der Buchrückseite und dann der Gedichte zeigt sich, dass es für den Text unerheblich ist. Wichtiger ist das Wie der Produktion und der Form. Kurze Zweizeiler sind das Grundgerüst des formal streng gebauten, inhaltlich jedoch vielfältigen Buches, worin es um Natureindrücke („sonne ersticht / nebel // nebel erstickt / sonne“) oder das Unbekannte im Bekannten geht.
Die nach hinten hin ausfransenden, vom nächsten Text nicht scharf zu trennenden Gedichte haben in der forttreibenden Stetigkeit etwas Gebetsartiges, beinah Litaneiisierendes. Es entsteht ein mantrahafter Ton. Im Hintergrund hört man den Text sarkastisch, zumindest ein bisschen spöttelnd hüsteln, um dieses ach so ernste rituelle Sprechen zu stören.

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