Worüber wir reden, wenn wir von Literatur reden

Vier Lektüren
128 Seiten, Buch
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Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturtheorie
ISBN 9783854497158
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 21.09.2026
Größe 20 x 12 cm
Verlag Sonderzahl
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HerstellerangabenAnzeigen
Sonderzahl Verlag
Große Neugasse 35/15 | AT-1040 Wien
verlag@sonderzahl.at
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Kurzbeschreibung des Verlags

»Die Poetik meines Schreibens beruht auf dem Widerwillen, nach einem Plan, einem Exposé, oder einem Treatment vorzugehen«, bekennt Lydia Mischkulnig in ihrem poetologischen Versuch, dem Wesen und Wirken der Literatur auf die Schliche zu kommen. Literatur wird hier nicht als Produkt eines genialischen Geistes betrachtet, der sich von diesem zuvor einen genauen Plan machen könnte, sondern als ein komplexes Geschehen, sich in der Sprache mit sich selbst über die Welt zu verständigen.Anstelle der eigenen Produktionsästhetik rücken anhand der Frage, was Literatur sei, all jene Aspekte in den Blick, die zu dieser sprachlich gegliederten Selbstverständigung beitragen: »Ich könnte den Titel auf die Essenz zuspitzen, dass ich, wenn ich über Literatur spreche, über mich rede, also meine Art der Perzeption und meine Weise des Denkens.« Und selbst diese Ausweitung ist noch zu eng gefasst, da das Ich vielfältigen Einflüssen, Wünschen und Irritationen nachgehen muss, will es seiner »Weise des Denkens« gewahr werden. Literatur steht damit nicht für eine individuelle Angelegenheit, sondern bezeichnet einen geteilten sprachlichen Resonanzraum, der eine produktive Distanz zum eigenen Denken und Tun eröffnet und somit eine eminent politische Dimension in sich trägt.Mischkulnigs poetologischer Essay vollzieht diese Selbstbeobachtung anhand von vier Lektüren, die eine anhaltende Faszination auf die Autorin ausüben: Ingeborg Bachmanns Das Buch Franza, Elfriede Jelineks zunächst online publizierter Roman Neid, der anonym erschienene Pornoroman Josefine Mutzenbacher sowie Raymond Carvers Erzählungen Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden. Im Austausch mit diesen Texten werden grundlegende Potenziale eines literarischreflexiven Denkens anhand konkreter Sprachverwendungen herausgearbeitet: etwa die Möglichkeit, strukturelle Gewaltverhältnisse zu dechiffrieren und treffsichere Kritik an gesellschaftlichen Missständen zu üben; oder eine tiefgehende Verständigung zu ermöglichen, die eine Form von Trost spenden kann, allen existenziellen Widernissen zum Trotz. Poetische Selbsterkenntnisse, die an die Grundlagen des Zusammenlebens rühren.

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Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturtheorie
ISBN 9783854497158
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Erscheinungsdatum 21.09.2026
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Über die Autorin

Lydia Mischkulnig wurde 1963 in Klagenfurt geboren. Sie studierte Bühnenbild in Graz sowie Drehbuch und Produktion in Wien. Anschließend war Mischkulnig als Kolumnistin und Essayistin zum Thema Kunst und Kultur tätig, ehe sie als Lehrbeauftragte in Wien und Gastprofessorin an ausländischen Universitäten agierte. Mischkulnig ist Herausgeberin der Lyrikreihe "Nadelstiche", außerdem konzipiert und leitet sie Gesprächsreihen im literarischen Quartier, Alte Schmiede. Zu ihren letzten Publikationen gehören die Romane "Die Richterin", "Vom Gebrauch der Wünsche" und "Schwestern der Angst" sowie die Erzählungen "Die Paradiesmaschine" und "Macht euch keine Sorgen". Außerdem erscheinen regelmäßig Essays und Beiträge in Feuilleton und in Literaturzeitschriften. Die Schriftstellerin wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Joseph-Roth-Stipendium, dem Österreichischen Förderpreis für Literatur, dem Johann-Beer-Literaturpreis sowie dem Würdigungspreis des Landes Kärnten für Literatur. Lydia Mischkulnig lebt und arbeitet in Wien.

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