Die Fronten sind überall

Aus dem Alltag der Kriegsreportage
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Antonia Rados, eine der profiliertesten deutschsprachigen Fernsehreporterinnen, widmet sich den grundlegenden Fragen des Kriegs- und Krisenjournalismus. Kriegsreportagen können uns erklären, wie es in einer Welt der Gewalt, des Chaos und der alltäglichen Menschenrechtsverletzungen zugeht. Was sie leider nicht können, ist den Krieg abschaffen. Oft bringen sie uns nur einen kleinen Ausschnitt einer komplexen Wirklichkeit. Denn ist der Reporter am falschen Ort, was oft genug vorkommt, sieht er weniger als der Zuschauer vor dem Fernsehschirm. Kriegsreportagen und Kriegsreporter sind also eingeschränkt. Abgesehen davon dürfen Reporter nie vergessen, dass sie selbst sterblich sind. Warum riskieren Reporterinnen und Reporter überhaupt 'freiwillig' ihr Leben, was für Außenstehende nicht immer nachvollziehbar ist? Was motiviert sie? Sind sie hoffnungslose Abenteurer? Brauchen wir diese Art von Reportern, um zu erfahren, wie es auf unserem unruhigen Planeten zugeht oder nicht? Sind Kriegsopfer erleichtert, wenn man sich für sie interessiert oder ist das Gegenteil der Fall? Antonia Rados berichtet aus ihrem Alltag.

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FALTER-Rezension

Eine Kriegsreporterin erzählt

Täglich tauchen sie auf unseren Fernsehbildschirmen auf – aber wie sieht der Arbeitsalltag von Kriegsreportern aus? Wie entstehen die Berichte aus Gaza oder Syrien, die wir in den Nachrichten sehen?
Antonia Rados, eine der bekanntesten deutschsprachigen Kriegsreporterinnen, gibt in "Die Fronten sind überall" Einblicke. Das Buch beruht auf der Theodor-Herzl-Vorlesung, die Rados 2008 an der Uni Wien hielt. Anhand vieler selbst erlebter Situationen erzählt und reflektiert sie, was die Kriegsreportage leisten kann und was nicht, wie die Arbeit in Krisengebieten abläuft und mit welchen Hindernissen – von der eigenen Gefährdung bis hin zur Beeinflussung durch Propaganda – sie verbunden ist.

Ruth Eisenreich in Falter 33/2014 vom 15.08.2014 (S. 18)


Der Krieg der Berichterstatter

Antonia Rados hat viel zu erzählen – von Kriegen in Afghanistan, am Balkan und im Nahen Osten. Die gebürtige Klagenfurterin und renommierte Kriegsberichterstatterin hat in Wien zwei Vorlesungen zur Poe­tik des Journalismus gehalten, die nun in Buchform vorliegen. Ergebnis ist die Skizze einer Profession, die Aufschluss darüber gibt, was Journalisten inmitten eines Kriegsschauplatzes leisten können und (noch wichtiger) was nicht.
"Die Kriegsreportage hat so viele Grenzen. Sie kann so wenig, meine ich." Die Journalistin gibt unumwunden zu, was Qualität in ihrem Beruf mitunter bedeutet: mit zweifelhaften Informationen vor der Kamera transparent umzugehen, die eigene Fehlbarkeit offenzulegen, um gerade so einen glaubhaften Eindruck von den Krisenherden zu vermitteln. Rados beschreibt auch den Wandel, den ihr Beruf über die Jahrhunderte erfahren hat – vom Helden, der vom Krimkrieg in der Mitte des 19. Jahrhunderts berichtete, bis hin zum "Bürger-Kämpfer-Kriegsreporter", der mittels YouTube, Blog und Twitter immer und überall berichten kann. Die Autorität der Journalisten werde selbst auf den Schlachtfeldern infrage gestellt, ihre Aufgabe bestehe daher mehr denn je darin, Information von Propaganda zu unterscheiden. Das Buch liest sich bisweilen, wie sich verschriftlichte Reden oftmals lesen: ein wenig unzusammenhängend und sprunghaft, was bei 154 Seiten jedoch verkraftbar ist.

Martin Gantner in Falter 47/2009 vom 20.11.2009 (S. 17)

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Produktdetails
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ReiheTheodor-Herzl-Vorlesung
ISBN 9783854526483
Erscheinungsdatum 01.09.2009
Umfang 160 Seiten
Genre Medien, Kommunikation/Journalistik
Format Hardcover
Verlag Picus Verlag
Herausgegeben von Hannes Haas
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