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Kurzbeschreibung des Verlags
Peter Rosegger (1843-1918) wurde zu diesem düsteren sozialkritischen Roman angeregt, als er im Frühjahr 1886 bei einer Wanderung durch seine obersteirische Heimat entdeckte, dass von den einst 25 Waldbauernhöfen nur noch acht vorhanden waren. Hintergrund war die dramatische Industrialisierung Österreichs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die zur massiven Abwanderung der bäuerlichen Bevölkerung in die Industriezentren führte. Jakob Steinreuter aus dem obersteirischen Altenmoos widersetzt sich dieser Abwanderung mit allen Mitteln. Doch gegen die Finanzkraft eines Großgrundbesitzers ist er machtlos. Zusehends lehrt sich das Dorf, seine Familie zerbricht, Missernten und Steuerschulden treiben Jakob unaufhaltsam dem Untergang entgegen.
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Über den Autor
Peter Rosegger wurde am 31. Juli 1843 in Alpl/Krieglach geboren. Nachdem er eine Lehre zum Schneider absolviert hatte, begann er bald seine eigenen Mundartschriften zu verfassen. 1864 sendete Rosegger eine Auswahl seiner Schriften an die Grazer Tagespost. Der Redakteur Dr. Adalbert Svoboda erkannte sein Talent und wurde zu seinem Förderer. Ab 1869 war Rosegger als freier Schriftsteller tätig und publizierte im Verlag Pock sein erstes Werk, die Sammlung an Mundartgedichten "Zither und Hackbrett". Daraufhin erschienen "Tannenharz und Fichtennadeln" und "Die Schriften des Waldschulmeisters". 1876 begann er mit der Herausgabe der Zeitschrift "Der Heimgarten" und trat als zeitkritischer engagierter Journalist hervor. 1877 erschien das Erinnerungswerk "Waldheimat", 1888 der Roman "Jakob der Letzte". Das Schauspiel "Am Tage des Gerichts" wurde 1890 in Graz uraufgeführt. Peter Rosegger erhielt unter anderem das Ehrendoktorat der Universität Heidelberg, das Österreichische Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft sowie das das Großkreuz des Franz-Joseph-Ordens. 1913 wurde er für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen. Der bedeutende Schriftsteller verstarb am 26. Juni 1918 in seinem Landhaus in Krieglach.