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| ISBN | 9783863912512 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 14.02.2020 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Verlag Voland & Quist |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag Voland & Quist GmbH Gleditschstr. 66 | DE-10781 Berlin info@voland-quist.de |
Zwei Tage vor seiner Pensionierung bekommt der Herr Rudi die Diagnose Krebs, er denkt: Okay. Hat's ihn also auch erwischt. Sein Leben hat der Wiener Gerichtsvollzieher damit verbracht, der Livi hinterherzutrauern, erste und einzige Liebe. Die nach Zitrone-Orangen-Marmelade geschmeckt hat beim Küssen, und für deren Reanimation er sogar sein heißgeliebtes gelbes Curry stehen lassen würde. Aber da hilft alles nicht, die Livi ist tot, und das seit 40 Jahren. Seit 40 Jahren also sitzt ihr dämlicher Geist ihm auf der Schulter. Und jetzt haben wir das Schlamassel: Hexenschuss. Im Hotelzimmer in Salzburg mit einer Badewanne voller Blaubeeren. In der sind Dinge passiert.
Und eine Pistole liegt da auch noch, auf dem Nachtschrank.
Anna Herzig entfaltet die brutale Wucht der Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen, ohne dabei den hartnäckigen Charme des Lebens zu missachten. Die Geschichte eines lebenslangen Requiems auf die große Liebe und die Bedeutung von besten Freunden, erzählt in einer derben wie herzerwärmenden Manier.
| ISBN | 9783863912512 |
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| Erscheinungsdatum | 14.02.2020 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Verlag Voland & Quist |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag Voland & Quist GmbH Gleditschstr. 66 | DE-10781 Berlin info@voland-quist.de |

Juliane Fischer in FALTER 9/2020 vom 26.02.2020 (S. 34)
Herr Rudi liegt nackt auf einem flauschigen, gelben Hochflor-Teppich. Er hat Orangenschalen rund um seinen Bauchnabel drapiert. Wenn man sich Szenen wie diese als Teil eines Films mit Josef Hader vorstellt, entfaltet sich die Situationskomik von Anna Herzigs Novelle. Dabei ist die Situation des Titelhelden alles andere als komisch: Er ist Exekutor – und drauf und dran, sich selbst zu exekutieren. Die Erinnerung an seine Jugendliebe Olivia und das Zwiegespräch mit der Toten steuern sein Leben.
Herzig erzählt auf nur 140 Seiten mit viel Weißraum von 30 Jahren Liebeskummer. Zustande kommt ein recht konkretes Bild des sympathischen Herrn von nebenan. Die flotte Sprache täuscht über die deprimierende Lage nicht hinweg. Und darüber, wie notwendig Trauerarbeit wäre. Die 32-Jährige zeigt als Schriftstellerin auf, aber will dabei glücklicherweise nicht zu viel auf einmal. Ein passabler Anfang.

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