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| Themen | Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch |
|---|---|
| ISBN | 9783869713199 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 03.09.2026 |
| Größe | 21 x 13.4 cm |
| Verlag | Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG Bahnhofsvorplatz 1 | DE-50667 Köln produktsicherheit@kiwi-verlag.de |
Zwei Brüder, Frankie und Freddie Lehmann. Eine verlorene Tasche. Schnee. Und das Hin und Her der Himmelsmacht.
Frankie und Freddie Lehmann, zwei Brüder aus Bremen in Westberlin im Jahr 1980. Während der eine seit Wochen damit beschäftigt ist, in Kreuzberg Fuß zu fassen, will der andere weiterziehen nach New York, musste aber erst einmal am Kudamm im Probandenhotel wohnen und als Versuchskaninchen für Antidepressiva herhalten. Jetzt, einen Tag vor Heiligabend, hat er Angst vor Menschen, kann nicht mehr U-Bahn fahren und verliert eine wichtige Tasche.
Sven Regener schickt die beiden auf eine Odyssee durch eine Stadt zwischen den Welten, einen Ort von Spaß und Kälte, Trotz und Anarchie, Resignation und Überlebenswillen. Ein Roman über Brüder, Aufbrüche und plötzliche Liebe – klug, poetisch, warmherzig und sehr sehr lustig.
| Themen | Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch |
|---|---|
| ISBN | 9783869713199 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 03.09.2026 |
| Größe | 21 x 13.4 cm |
| Verlag | Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG Bahnhofsvorplatz 1 | DE-50667 Köln produktsicherheit@kiwi-verlag.de |
Sebastian Fasthuber in FALTER 38/2026 vom 16.09.2026 (S. 32)
Es ist der Morgen des 23. Dezember 1980 in Westberlin. Frank Lehmann soll seinen Bruder Freddie aus dem Krankenhaus abholen, wo dieser an einer Studie zu Nebenwirkungen von Medikamenten teilgenommen hat, um seine Reisekassa aufzubessern. Er hat ein Kunststipendium für New York erhalten. Berlin findet er neuerdings nur noch furchtbar miefig.
Die Handlung spielt in den Büchern von Sven Regener im Grunde keine Rolle. Sie ist für ihn nur Anlass, um seine Figuren bezaubernd schnoddrig drauflospalavern zu lassen. Auch der jüngste, siebte Roman mit dem inzwischen gut eingeführten Figurenarsenal aus WG-Bewohnern, Kneipen-und anderen Möchtegern-Künstlern hat hinsichtlich Plot herzlich wenig zu bieten. Er dreht sich um eine Reisetasche, die dringend gefunden werden muss.
Eigentlich geht es aber um die zwei liebenswerten Koffer Frankie und Freddie. Die Brüder begeben sich an diesem Tag auf eine Odyssee durch eine kalte Stadt, die aufgrund des frisch gefallenen Schnees einen eigenen Glanz ausstrahlt. Zumindest für die paar Stunden, bis die Hausmeister-Hunde wieder alles vollgeschissen haben. Frankie und Freddie zanken und lieben sich, dazwischen müssen sie sich trennen oder das Verkehrsmittel wechseln, weil die Autobatterie streikt.
Mit der sicheren Hand des Zeitzeugen, der selbst vor Ort war, und doch frei von Nostalgie erweckt Regener einmal mehr das Westberlin der frühen 1980er zum Leben, wo alles schön kaputt war und vieles ausprobiert werden konnte.
Sogar Kitsch war cool: Schräge Saxofon-Ensembles spielten auf Weihnachtsmärkten merkwürdige Versionen saisonalen Liedguts.
Das Ereignis sind die Kungfu-Dialoge zwischen den Figuren. Bei aller vorgegebenen Einfachheit hat Regener eine hochmusikalische Sprache kultiviert, die so melodiös wie rhythmisch ist. Mit Franks Worten: "Wenn man voranprescht, darf man keine halben Sachen machen, wenn man aufs Blech haut, dann muss es auch scheppern."
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