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| ISBN | 9783871348211 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 17.02.2017 |
| Genre | Sachbücher/Philosophie, Religion/Biographien, Autobiographien |
| Verlag | Rowohlt Berlin |
| Lieferzeit | Lieferbar in 14 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Rowohlt Berlin Verlag GmbH Kreuzbergstraße 30 | DE-10965 Berlin produktsicherheit@rowohlt.de |
Walter Benjamin wollte in keine Schublade oder philosophische Schule passen, sein Werk blieb unvollendet – und doch zählt er zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts, Intellektuelle wie Adorno und Kracauer bewunderten ihn als Genie. Lorenz Jäger erzählt das Leben des außergewöhnlichen Literaten: Er schildert Benjamins Kindheit in der Familie eines jüdischen Kunsthändlers, die Studienjahre in Freiburg und Berlin, wo die so anregende Freundschaft mit Gershom Scholem begann, die wechselhafte Beziehung zur Frankfurter Schule. Benjamin reiste nach Moskau, wo er sich vorsichtig der kommunistischen Bewegung näherte; im Pariser Exil diskutierte er mit Hannah Arendt und arbeitete am großen «Passagen-Werk», das Fragment blieb. 1940 floh er vor der Gefahr, nach Deutschland ausgeliefert zu werden, in das spanische Portbou, wo er sich das Leben nahm – ein Ende, rätselhaft wie vieles in Benjamins Leben und Schreiben.
Jäger vergegenwärtigt eindrucksvoll den Lebensweg Walter Benjamins – und zeichnet zugleich ein faszinierendes Zeitbild der ersten Jahrhunderthälfte, vom arrivierten Berliner Judentum über die Intellektuellenkreise der Weimarer Republik bis zu den Schrecken des Exils und der Verfolgung. Eine hochspannende Biographie, die Leben und Werk dieses großen Denkers neu erschließt.
| ISBN | 9783871348211 |
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| Erscheinungsdatum | 17.02.2017 |
| Genre | Sachbücher/Philosophie, Religion/Biographien, Autobiographien |
| Verlag | Rowohlt Berlin |
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Ulrich Rüdenauer in FALTER 21/2017 vom 24.05.2017 (S. 34)
Was Franz Kafka für die Literaturwissenschaft, war in den vergangenen Jahrzehnten Walter Benjamin für die Kulturtheorie: eine unerschöpfliche Quelle für – manchmal fast schon religiös anmutende – Interpretationen. Lorenz Jäger versucht sich nicht nur an einer Gesamtdeutung, sondern auch an Neuinterpretationen. Ihn interessiert das, was Benjamin von den Denkschulen seiner Zeit trennte: die frühe, intensive Auseinandersetzung mit dem Jüdischsein, die Faszination für den Mythos.
Die Welt ist für den Flaneur Benjamin eine verzauberte; in der Beschäftigung mit diesem Verzauberten und im Entzaubern wird er zum Kritiker. In ihm wirken die unterschiedlichsten Kräfte, Gegensätze treiben ihn an. Jäger führt das Disparate klug zusammen. Er liest den Zeichenleser, der die Welt als Wort, Ding und Schrift entziffern wollte und stets das Schwebende, das Nicht-Eindeutige und die Übergänge gefunden hat.

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