Von der Privaten Höheren Töchterschule zum Städt. Mädchengymnasium Viersen

Geschichte - Nationalsozialismus - Wiederbeginn 1945 - Entnazifizierung
160 Seiten, Hardcover
€ 20,30
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Erscheint am 05.08.2026

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Themen Gesellschaft und Sozialwissenschaften
ISBN 9783874486118
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 05.08.2026
Größe 21 x 14.8 cm
Verlag Kühlen, B
LieferzeitErscheint am 05.08.2026
HerstellerangabenAnzeigen
B. Kühlen Verlag GmbH & Co. KG
Franziskanerstraße 30 | DE-41063 Mönchengladbach
info@kuehlen-verlag.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

Fünf Jahre nach Erscheinen seines Buch „Ende des Beschweigens“ über das Humanistische Gymnasium Viersen während der Zeit des Nationalsozialismus präsentiert der Lokalhistoriker Thomas Menzel jetzt seine Forschungsergebnisse zum Mädchengymnasium Viersen. Im ersten Teil geht es um die Geschichte des Mädchengymnasiums von den Anfängen als Höhere Töchterschule über das Lyzeum und die Oberschule für Mädchen unter den Nationalsozialisten bis zum Städtischen Mädchengymnasium. Im mittleren Teil steht der schulische Alltag während des Nationalsozialismus im Fokus: Veränderte Unterrichtsinhalte, ständige Indoktrination u.a. durch NS-Gedenktage, Filmvorführungen, Hitlerkult und nationalsozialistische Propaganda durch den Bund Deutscher Mädchen (BDM). Der Autor nennt die gesetzlichen Grundlagen der Nationalsozialisten für Diskriminierung und Ausgrenzung jüdischer Mitbürger. Er verfolgt eindrucksvoll Verbleib und Lebenswege der jüdischen Schülerinnen und deren Eltern. 1935 gab es in Viersen keine einzige jüdische Schülerin mehr. Für Ilse Pagrach endete das Leben am 16. Juli 1943 im Vernichtungslager Sobibor. Zusammen mit Ehemann Samuel und ihrer Mutter wurde sie in der Gaskammer ermordet. Der Autor beschäftigt sich dann mit der schwierigen Phase beim Wiederaufbau der ausgebombten Schule bis zum Neubau 1956. Bis dahin fand der Unterricht im Schichtwechsel mit dem Humanistischen Gymnasium an der Wilhelmstraße statt. Anhand von Entnazifizierungs- und Personalakten des Landes- und Bundesarchivs werden Im letzten Drittel der Arbeit detailliert Eintrittsgründe, Verhalten und Mitgliedschaften der Lehrerinnen und Lehrer in der NSDAP und anderen NS-Organisationen dargestellt. Kritisch werden unter Berücksichtigung der vorgebrachten „Persilscheine“ ihre persönlichen Erklärungen - „Entnazifizierungsgeschichten“ – beleuchtet. Ergänzt wird dies durch eine differenzierte Darstellung, wie Entnazifizierung in den Anfangsjahren der Bundesrepublik vonstatten ging. Zum Schluss wird noch ein Blick auf die staatliche Erinnerungskultur in Deutschland geworfen. Menzel hebt die grundsätzliche Bedeutung der Erinnerungskultur bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit hervor, vor allem in den Stadtgesellschaften. Dabei werden auch neuere Ansätze und Perspektiven der Erinnerungskultur aufgezeigt. Einen Schlussstrich zu ziehen, wie es ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland fordert, lehnt der Autor bedingungslos ab. © Thomas Menzel

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ISBN 9783874486118
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 05.08.2026
Größe 21 x 14.8 cm
Verlag Kühlen, B
LieferzeitErscheint am 05.08.2026
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