Die Tatsache des Wollens

199 Seiten, Hardcover
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Reihe Materialien der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Themen Gesellschaft und Sozialwissenschaften
ISBN 9783890197449
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 01.05.2021
Größe 21.5 x 15 cm
Verlag Profil Verlag
Herausgegeben von Arno Bammé
LieferzeitLieferung in 7-14 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
Duncker & Humblot GmbH
Carl-Heinrich-Becker-Weg 9 | DE-12165 Berlin
info@duncker-humblot.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

Auch wenn der Titel der vorliegenden Monographie von Tönnies es nahelegt: um eine Darstellung seiner soziologischen Willenstheorie im eigentlichen Sinn handelt es sich nicht. Vielmehr ist beabsichtigt eine »kritische Nachuntersuchung« der Analyse des empirisch begründeten Begriffs vom »Wollen« durch Christoph Sigwart, dem Verfasser einer, wie Tönnies sagt, mit Recht sehr geschätzten »Logik« (1873 und 1878), der »das schwierige Thema mit gehöriger Kraft anfasst«. Dadurch dass sie die Kenntnis der Willenstheorie, wie Tönnies sie im »Zweiten Buch« seines Jugend- und Hauptwerkes »Gemeinschaft und Gesellschaft« (1887) entwickelt hat, eigentlich voraussetzt, wird die Lektüre seiner Kritik an Sigwart nicht gerade erleichtert. Gleichwohl ist sie sinnvoll und ertragreich, weil Tönnies die Auseinandersetzung nutzt, um seine eigene Terminologie und ihre theoretische Begründung zu schärfen und zu vertiefen, so zum Beispiel wenn er die erkenntnistheoretisch ohnehin schon höchst abstrakt konzipierten Begriffe seiner »reinen« Soziologie »Gemeinschaft/ Wesenwille« und »Gesellschaft/ Kürwille« noch eine Abstraktionsstufe höher ansetzt und nun vom »Typus A« und »Typus B« spricht, Kategorien, die keinerlei Kontamination mit Vorstellungen des Alltagsverstandes mehr zulassen und dadurch der Gefahr von Missverständnissen vorbeugen. Dass Tönnies sich exklusiv auf Sigwart bezieht, ein bedeutender Philosoph und Erkenntnistheoretiker seiner Zeit, ist nicht ohne Grund. Auch der österreichische Sozialwissenschaftler Rudolf Goldscheid, der nahezu zeitgleich an einer soziologischen Willenstheorie (1905) arbeitete, verweist in seiner Argumentation verschiedentlich auf Sigwart. Fragen der Logik sowie der Ethik, zentrale Schwerpunkte im philosophischen Werk Sigwarts, standen auch im Zentrum des soziologisch fokussierten Interesses von Tönnies und Goldscheid, wodurch sich inhaltliche Überschneidungen ergaben mit Arbeiten von Sigwart über Spinoza (1866), über eine empirisch und psychologisch begründete Ethik (1886), über die Logik (1873 und 1878) sowie über eine Psychologie des Willens (1881).

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Reihe Materialien der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Themen Gesellschaft und Sozialwissenschaften
ISBN 9783890197449
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Erscheinungsdatum 01.05.2021
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Duncker & Humblot GmbH
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