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| ISBN | 9783894015817 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 27.08.2008 |
| Genre | Belletristik/Romanhafte Biografien |
| Verlag | Edition Nautilus GmbH |
| Lieferzeit | Lieferung in 7-14 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Edition Nautilus GmbH Schützenstraße 49a | DE-22761 Hamburg info@edition-nautilus.de |
Peter Overbeck, Kameramann und Aktivist, erinnert sich an die drei Jahre währende Zeit der Hoffnung auf einen demokratischen Sozialismus sowie an ihr gewaltsames Ende und die anschließende Militärdiktatur, vor der Overbeck schließlich nach Deutschland fliehen musste. Ein lebendiges und persönliches Erinnerungsbuch.
| ISBN | 9783894015817 |
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| Erscheinungsdatum | 27.08.2008 |
| Genre | Belletristik/Romanhafte Biografien |
| Verlag | Edition Nautilus GmbH |
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Wolfgang Zwander in FALTER 38/2013 vom 18.09.2013 (S. 21)
Vor dem 11. September 2001, als zwei Flugzeuge in das World Trade Center krachten, hatte es bereits ein anderes 9/11 gegeben, das die Welt traumatisierte. Vor 40 Jahren, am 11. September 1973, putschte in Chile das Militär unter General Pinochet mit US-Hilfe gegen Salvador Allende, den demokratisch gewählten Präsidenten des Landes, der sich daraufhin erschoss.
Als der Großbürgersohn Allende 1970 gewählt wurde, versprach er, "die politische Freiheit zur sozialen Freiheit" weiterzuentwickeln. Privateigentum wurde über Nacht antastbar; Allende machte sich an die Verstaatlichung wichtiger Wirtschaftszweige. Der Präsident war aber kein Diktator, er hielt sich an die Verfassung und wollte den Sozialismus demokratisch aufbauen.
Diese Politik stieß auf massiven Widerstand vonseiten der rechten Opposition und großer Teile des Bürgertums, das um seine Privilegien und um die Stabilität im Lande bangte. Aber auch Allendes Alliierte waren dem Präsidenten keine große Hilfe. Das zeigt das Buch "Santiago, 11. September" von Peter Overbeck. Der in Deutschland geborene Autor emigrierte in den 1950er-Jahren nach Südamerika, wo er als linker Politaktivist lebte; ab 1971 war er in Chile und schloss sich dort Allendes "Volksfront" an. Dieser linke, bunt durchmischte Regierungsblock stritt so lange über den "richtigen Weg" zum Sozialismus, bis Pinochets Panzer auffuhren. Overbecks Buch ist ein Zeitdokument, das Progressiven in vielerlei Hinsicht eine Mahnung sein muss.

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