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| Themen | Belletristik Allgemein, nicht nach Genre |
|---|---|
| ISBN | 9783900965358 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 29.08.2008 |
| Größe | 18.5 x 11.5 cm |
| Verlag | edition kürbis |
| Herausgegeben von | Wolfgang Pollanz |
| Lieferzeit | Lieferung in 3-10 Werktagen |
Was ist die steirische Landeshauptstadt Graz nicht schon alles gewesen? Viel geschmähte Pensionopolis der Monarchie, Stadt der Volkserhebung während der Nazi-Zeit, später die heimliche Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur und Kulturhauptstadt Europas. Doch wie nehmen junge AutorInnen die Murmetropole heute wahr? Kann Graz nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch der von Geschichten sein? Ist die Stadt ein grauer unbedeutender Ort der Mittelmäßigkeit oder vermag Graz zu glänzen? Antworten auf diese Fragen suchen 10 Grazer AutorInnen der jüngeren Generation: Lilly Jäckl, Georg Petz, Sarah Fötschl, Thomas Talger, Alexander Micheuz, Andrea Stift, Sophie Reyer, Florian Labitsch, Christian Teissl und Andreas Unterweger.
| Themen | Belletristik Allgemein, nicht nach Genre |
|---|---|
| ISBN | 9783900965358 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 29.08.2008 |
| Größe | 18.5 x 11.5 cm |
| Verlag | edition kürbis |
| Herausgegeben von | Wolfgang Pollanz |
| Lieferzeit | Lieferung in 3-10 Werktagen |
Tiz Schaffer in FALTER 51/2008 vom 17.12.2008 (S. 55)
"Im neuen Jahr noch eine Zukunft zu sehen fällt schwer, besonders in Graz" – so beginnt Georg Petz seine "Enzyklopädie des Drecks". Petz ist einer von zehn jungen Autoren, die das Bändchen "Glänzendes Graz" bespielen. Der Titel führt natürlich in die Irre, die Kurzgeschichten, teils auch dramatisch wie essayistisch angereichert, stimmen natürlich keinen Lobgesang auf die steirische Landeshauptstadt an. Ganz im Gegenteil. Aber auch die dunklen Seiten einer Stadt steigern ja mitunter ihren Ruhm. Andrea Stift gestaltet eine Collage aus Zitaten von Web-Sexforen, wo Grazer Prostituierte von ihren Freiern bewertet werden. Dort wird der Ungarin ebenso wie der Bulgarin Lob ausgesprochen. Weltoffenheit in Graz, die sehr perfide Variante. Sophie Reyer bricht stimmig mit grammatikalischen Konventionen. Von anderen, wie etwa Thomas Talger oder Florian Labitsch, werden zu Recht der Kulturbetrieb oder auch die Kleinbürgerlichkeit gescholten. Dennoch ist das Werk ein wenig wie die Stadt selbst: prinzipiell sympathisch, etwas fad, aber es gibt sie, die guten Momente.
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