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| ISBN | 9783902113948 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 01.11.2012 |
| Genre | Belletristik/Lyrik |
| Verlag | Edition Korrespondenzen |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
Der rosenlose Soldatenfriedhof, ein Foto des jungen Kafka oder auch einzelne Wörter wie 'Alarm', 'Band', 'Schlaf' oder 'Tresor' – eher unspektakulär wirken die Impulsgeber zu Richters Gedichten, und doch sind es Glücksfunde. Denn sie ergreifen den Autor im richtigen Moment und setzen Bilder und Verse frei. Gespeist von Erinnerung und Imagination, von Vergangenheit und möglicher Zukunft, scheinen in vielen Gedichten neue Aspekte des Sohn-, Vater- und vor allem Partnerseins auf.
Andere wiederum dokumentieren die scharfe Wachsamkeit gegenüber dem eigenen Körper, dessen Details und Veränderungen im Lauf der Zeit. Ob auf Reisen, im Konzertsaal oder allein zu Hause – in jeder Lage werden die feinen Übergänge von Außenwelt und Innenleben, die Wechselwirkungen und Spuren von Traum und eindringlicher Realität verzeichnet und reflektiert.
Richters elastisch wandelbare, farbige Sprache erlaubt ihm, souverän zwischen schmissiger Verkürzung und reicherer Sprachausstattung, distanziertem Pathos und gebrochener Ironie zu wechseln, und besticht durch den ihr eigenen 'Prosasound, weil er nichts als Lyrik ist' (Helmut Gollner).
| ISBN | 9783902113948 |
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| Erscheinungsdatum | 01.11.2012 |
| Genre | Belletristik/Lyrik |
| Verlag | Edition Korrespondenzen |
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Erich Klein in FALTER 9/2013 vom 27.02.2013 (S. 37)
Ich ist ein anderer. Rimbauds Grundregel für moderne Dichter gilt auch in E.A. Richters "Schreibzimmer". Die Versuche, das Eigene an Orten der Kindheit oder in der Fremde dingfest zu machen, endet in einem Paradox: "ich atme mich wörtlich aus, als Toter, der wiederum Tote gebiert".
Dasselbe geschieht bei Konzerten (Musik als größte Herausforderung des Dichters), beim Betrachten eines Fotos von Kafka, dem Fremden par excellence, oder auf einem Soldatenfriedhof. Richter spitzt in höchst artifiziellen Texten die Frage nach dem Verhältnis von Ich, Welt und Sprache aufs Äußerste zu: "heute kein Ich, das Ich gelöscht".

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