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| ISBN | 9783902951076 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 01.08.2014 |
| Genre | Belletristik/Lyrik |
| Verlag | Edition Korrespondenzen |
| Lieferzeit | Lieferbar in 14 Werktagen |
Ein schweigendes Paar bei einer Taxifahrt, ein Party-Smalltalk, der Besuch einer politischen Demonstration, das Überbrücken der Wartestunde zuhause zwischen elterlichem Weihnachtsfest und Clubbing: Die Situationen von Xaver Bayers Erzählungen sind unspektakulär, alltäglich, doch sind sie unterminiert durch kleine Erschütterungen, kurzen Momenten des Zweifelns und Zögerns und dem leisen Wunsch nach Veränderung, dem jedoch nur mit Abgeklärtheit begegnet wird. Bayers Helden will es oft scheinen, als ob das Leben anderswo, ohne sie stattfände. Sie wissen sich bestens aufgeklärt über Gott und die Welt und verstehen sich darauf, nicht durch wirkliches Handeln aufzufallen.
Lakonisch und anspielungsreich erzählt Xaver Bayer Geschichten von erschreckend skurriler Tragikomik, deren Protagonisten sich vor lauter ironischer Distanz nicht mehr einmengen ins Leben, weder in das der anderen noch ins eigene, als hätte das Leben keinen Platz im Körper.
Aus dem Nebenzimmer umfasst verstreut erschienene wie auch unveröffentlichte Kurzprosa, Versuche, Gedichte und Short Stories. Die Auswahl der Texte spannt einen Bogen von der Jahrtausendwende bis in die Gegenwart. Zu entdecken ist hier die stupende Vielgestaltigkeit eines stringent eigenständigen Werks.
| ISBN | 9783902951076 |
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| Erscheinungsdatum | 01.08.2014 |
| Genre | Belletristik/Lyrik |
| Verlag | Edition Korrespondenzen |
| Lieferzeit | Lieferbar in 14 Werktagen |

Sebastian Fasthuber in FALTER 48/2014 vom 26.11.2014 (S. 35)
"Man braucht oder zumindest ich brauche dreierlei, um schreiben zu können: Ich bin auf ein Gefühl angewiesen, muss eine passende Form dafür finden und benötige Ausdauer zur Ausführung." Xaver Bayer (Jg. 1977) ist eine schwer zu fassende Erscheinung. Als um 2000 erste Texte des Wieners erschienen, hielt man ihn für einen Popautor, später für einen Dandy. Mittlerweile kann man in ihm eine aus der Zeit gefallene Dichterexistenz erkennen.
"Aus dem Nebenzimmer" versammelt Texte aus Literaturzeitschriften, in denen er auf kleinem Raum seine Kunst demonstriert: winzige Erschütterungen im Alltag wahrzunehmen und in Sprache zu fassen, nach Momenten von Auflösung und Glück zu suchen – und gleichzeitig schon wieder die nächste Niederlage zu erwarten. In "Simulacrum" lässt der Erzähler einen HIV-Test machen; nachdem die Ärztin das Ergebnis mitgeteilt hat, sagt sie: "Aber Sie machen ja immer noch so ein ernstes Gesicht."

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