
Kirstin Breitenfellner in FALTER 12/2026 vom 18.03.2026 (S. 20)
Georg ist verschwunden. Gemeinsam mit seinem Vater macht sich der kleine Junge auf die Suche nach ihm, denn er kann sich ein Leben ohne die geliebte Katze nicht vorstellen. Sie gehen zu einem verfallenen Haus, zum Teich und in den Wald. Auf der Straße vermeinen sie einen Blutfleck zu erkennen.
Spätestens jetzt beginnen sie die Möglichkeit zu diskutieren, dass Georg tot ist. „Was wird denn eigentlich aus denen, die sterben?“, fragt das Kind. „Das weiß niemand“, sagt der Vater, und es entspinnt sich ein einfühlsames Gespräch über die Endlichkeit des Lebens. „Es ist ungerecht. Der Tod ist doof. Er macht alles kaputt“, findet das Kind. Trotzdem müssen sie die Suche für heute aufgeben. Aber die Hoffnung, Georg zu finden, ist noch lange nicht gestorben.
Am Ende steht eine Überraschung. Es geht noch einmal gut aus. Mit einnehmenden, in einer an Sprühbilder erinnernden raffinierten Kombination von manuellen und digitalen Techniken erzählt „Auf der Suche nach Georg“ des norwegischen Kinderbuchstars Ragnar Aalbu eine ebenso charmante wie philosophische Geschichte.



