Der Ursprung der Welt

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Kurzbeschreibung des Verlags:

In Der Ursprung der Welt zeichnet die Autorin Liv Strömquist die Kulturgeschichte der Vulva nach - von der Bibel bis Freud, vom unbeholfenen Biologieunterricht bis hin zur aktuellen Tamponwerbung.
Sie bedient sich des Mediums Comic, um in sieben Episoden auf nonchalante und scharfsinnige Art die noch immer geltenden patriarchalen Machtverhältnisse in Frage zu stellen und bestehende Probleme pointiert zu benennen.
Die studierte Politikwissenschaftlerin Liv Strömquist ist nicht nur eine umtriebige Künstlerin, sondern auch eine über die Grenzen der schwedischen Comic-Szene hinaus viel beachtete Stimme, die ihre politische Haltung und das soziologische Interesse zu feministischen und popkulturellen Phänomenen in den Fokus ihres Schaffens stellt. In ihren beliebten TV- und Radioformaten geht sie mit bissigem Humor und vernichtender Kritik gegen bestehende gesellschaftliche Machtstrukturen an.

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FALTER-Rezension

Feministische Comics

Es gibt Bücher, die lesen Töchter und Mütter gleichermaßen gerne – vorausgesetzt, sie denken feministisch. Die schwedische Comiczeichnerin und studierte Politikwissenschafterin Liv Strömquist schreibt und zeichnet solche. In dem Comic „Der Ursprung der Welt“ zeichnete die Autorin 2017 die Kulturgeschichte der Vulva von der Bibel bis Freud nach, vom unbeholfenen Biologieunterricht bis hin zur aktuellen Tamponwerbung. In sieben Episoden benennt sie auf nonchalante und scharfsinnige Art die noch immer geltenden patriarchalen Machtverhältnisse.
Auch Strömquists neue Kulturgeschichte der (romantischen) Liebe, die soeben erschienen ist, ist wieder unfassbar witzig, bissig und berührend. In acht Kapiteln rast Strömquist durch Zeitalter, Theorien und popkulturelle Phänomene. Den Auftakt machen vier der bekanntesten Comedians der USA. Tim Allen, Jerry Seinfeld, Ray Romano und Charlie Sheen verdienen seit Jahren Millionen daran, ihr Publikum mit dem immer gleichen Witz zu entzücken. Der lautet in Varianten: „Meine Frau will, dass wir reden, bevor wir Sex haben. Warum können wir nicht einfach nur Sex haben, hö, hö, hö, hö, hö?!“
„What is love?“, fragte sich der deutsche Eurodance-Star Haddaway bereits im Jahre 1993. Strömquists Suche führt sie von der Prüderie des 19. Jahrhunderts, über nordische Göttinnen, Anti-Romantik und soziologische Theorien, bis hin zur Psychoanalyse.
Dabei geht sie auch einer Reihe weiterer Fragen nach, wie: Was ist innerhalb einer Beziehung erlaubt und was nicht? War Ronald Reagans Frau Kommunistin? Und war Prinz Charles in Diana verliebt? Sie montiert Zitate von Toni Morisson („Die romantische Liebe ist die zerstörerischste Idee in der Menschheitsgeschichte“) mit jenen der Soziologen Elisabeth und Ulrich Beck („Liebe ist der Kommunismus im Kapitalismus“). Und dass Strömquist am Ende trotz allem romantisch bleibt, ist überhaupt das schönste.

Barbaba Tóth in Falter 12/2018 vom 23.03.2018 (S. 46)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783945034569
Erscheinungsdatum 01.03.2017
Umfang 140 Seiten
Genre Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire/Comic
Format Taschenbuch
Verlag avant-verlag GmbH
Übersetzung Katharina Erben
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