Der Ursprung der Welt

von Liv Strömquist

€ 20,60
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Übersetzung: Katharina Erben
Verlag: avant-verlag GmbH
Format: Taschenbuch
Genre: Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire/Comic
Umfang: 140 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.03.2017


Rezension aus FALTER 12/2018

Feministische Comics

Es gibt Bücher, die lesen Töchter und Mütter gleichermaßen gerne – vorausgesetzt, sie denken feministisch. Die schwedische Comiczeichnerin und studierte Politikwissenschafterin Liv Strömquist schreibt und zeichnet solche. In dem Comic „Der Ursprung der Welt“ zeichnete die Autorin 2017 die Kulturgeschichte der Vulva von der Bibel bis Freud nach, vom unbeholfenen Biologieunterricht bis hin zur aktuellen Tamponwerbung. In sieben Episoden benennt sie auf nonchalante und scharfsinnige Art die noch immer geltenden patriarchalen Machtverhältnisse.

Auch Strömquists neue Kulturgeschichte der (romantischen) Liebe, die soeben erschienen ist, ist wieder unfassbar witzig, bissig und berührend. In acht Kapiteln rast Strömquist durch Zeitalter, Theorien und popkulturelle Phänomene. Den Auftakt machen vier der bekanntesten Comedians der USA. Tim Allen, Jerry Seinfeld, Ray Romano und Charlie Sheen verdienen seit Jahren Millionen daran, ihr Publikum mit dem immer gleichen Witz zu entzücken. Der lautet in Varianten: „Meine Frau will, dass wir reden, bevor wir Sex haben. Warum können wir nicht einfach nur Sex haben, hö, hö, hö, hö, hö?!“

„What is love?“, fragte sich der deutsche Eurodance-Star Haddaway bereits im Jahre 1993. Strömquists Suche führt sie von der Prüderie des 19. Jahrhunderts, über nordische Göttinnen, Anti-Romantik und soziologische Theorien, bis hin zur Psychoanalyse.

Dabei geht sie auch einer Reihe weiterer Fragen nach, wie: Was ist innerhalb einer Beziehung erlaubt und was nicht? War Ronald Reagans Frau Kommunistin? Und war Prinz Charles in Diana verliebt? Sie montiert Zitate von Toni Morisson („Die romantische Liebe ist die zerstörerischste Idee in der Menschheitsgeschichte“) mit jenen der Soziologen Elisabeth und Ulrich Beck („Liebe ist der Kommunismus im Kapitalismus“). Und dass Strömquist am Ende trotz allem romantisch bleibt, ist überhaupt das schönste.

Barbaba Tóth in FALTER 12/2018 vom 23.03.2018 (S. 46)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Der Ursprung der Liebe (Liv Strömquist)

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