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| Reihe | Gegenwarten |
|---|---|
| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Lyrik, Poesie Moderne und zeitgenössische Lyrik (ab 1900) |
| ISBN | 9783946392941 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 28.09.2026 |
| Größe | 18 x 13 cm |
| Verlag | Gans Verlag |
| Lieferzeit | Lieferung in 7-14 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Gans Verlag Heinrich-Heine-Straße 36 | DE-10179 Berlin produktsicherheit@gansverlag.de |
Leben und Sterben sind nicht so voneinander verschieden, wie wir es in unserer Lebenswirklichkeit wahrnehmen. Wenn wir lebendig sein und unser Leben gestalten wollen, müssen wir von ihrem festen Unterschied ausgehen. Die existentielle Erfahrung des Sterbens eines Kindes macht diese Unterscheidung aber flüssig. Sie schafft eine Zwischenwelt, eine, die wir leben müssen, während ein Kind stirbt. Eigentlich, so Hegel, ersterben Eltern in ihren Kindern, wenn sie ihre Aufgabe, zu zeugen, zu lieben und zu bilden, erfüllt haben. Das ist der natürliche Ablauf der Generationen. Im Fall der kleinen Texte des vorliegenden Buches, Texte, die man auch Gedichte nennen kann, sehen wir eine verkehrte Welt: denn Kinder dürfen nicht vor ihren Eltern sterben. Der erste Teil der Gedichte entspringt dem Alltag eines eigentlich gesegneten Lebens. Im zweiten Teil bricht dieser Alltag schicksalhaft ein. In ihm wird versucht, das Sterben eines Kindes zu verstehen, also etwas zu verstehen, was kaum zu verstehen ist und eigentlich auch nicht verstanden werden will. Eine existentielle Erfahrung, wie es die Konfrontation mit dem Tod ist, in eine sprachlich reflektierte und verdichtete Form zu bringen, hilft, das Sterben eines geliebten Menschen in der durch den Tod bemessenen Zeit auszuhalten, es zu ertragen und sich dabei selbst zu erhalten. Vielleicht gibt es Menschen, die sich in den Gedichten wiederfinden können. Unsere gemeinsame Sprache hilft und heilt, weil sie auch das fasst, was unfassbar zu sein scheint: das Sterben und die Unwirklichkeit des Todes. Horst Bredekamp: Notate dringen in Abgründe des Leids, ohne in diesen aufzugehen. Sie lehren, dem Unverstehbaren in Würde zu begegnen. Annette Schavan: Zeilen über das Unerbittliche, das nichts lässt, wie es war und dem Leben einen neuen Ton abverlangt. Notate lässt den neuen Ton spüren, leise, stark und menschliche Existenz über sich hinauswachsend.
| Reihe | Gegenwarten |
|---|---|
| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Lyrik, Poesie Moderne und zeitgenössische Lyrik (ab 1900) |
| ISBN | 9783946392941 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 28.09.2026 |
| Größe | 18 x 13 cm |
| Verlag | Gans Verlag |
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